Heute ist der 7.07.2026, und während die Sonne über Fürstenfeldbruck scheint, erlebe ich das fröhliche Treiben der Amphibien. Ja, der Frühling hat sie wieder ausgelockt – Kröten, Frösche und Molche sind auf dem Weg zu ihren Laichgewässern. In dieser Saison haben viele Freiwillige des LBV (Landesbund für Vogelschutz) ihr Herz und ihre Hände in die Sache gesteckt. An vier Zäunen in Mammendorf, Poigern, Wenigmünchen und Herrnzell haben sie unermüdlich dafür gesorgt, dass über 4100 Amphibien sicher über die Straßen kommen. Das ist, um ehrlich zu sein, ein beeindruckendes Engagement!

Mit einem Rekord von mehr als 770 Berg- und Teichmolchen, die beide besonders geschützt sind, zeigt sich, dass die Bemühungen wirklich Früchte tragen. Simon Weigl, der Geschäftsstellenleiter des LBV Fürstenfeldbruck, hat sogar einige Spekulationen über den Anstieg der Amphibienpopulation angestellt. Man könnte ja meinen, das Wetter, das in diesem Jahr wirklich milde Nächte gebracht hat, wäre ein Grund dafür. Aber gleichzeitig gibt es auch Herausforderungen: Zerschnittene Landschaften und fortschreitende Versiegelung setzen den kleinen Wiesenbewohnern zu. Das Überleben wird immer schwieriger, und der Mangel an Laichgewässern macht die Sache nicht einfacher.

Besondere Erfolge und Herausforderungen

In Poigern, wo vor fünf Jahren ein Teich saniert wurde, hat sich die Amphibienpopulation sichtbar erholt. Dort wurden heuer 340 Berg- und 337 Teichmolche sowie 544 Erdkröten gezählt – das sind etwa 400 mehr als im Vorjahr! Besonders erfreulich ist die Zunahme der stark gefährdeten Laubfroschpopulation, die auf 31 Exemplare angewachsen ist. Das erinnert mich irgendwie an die 90er Jahre, als es noch mehr von diesen kleinen Gesellen gab. Gerhard Wenzel in Olching tut sein Übriges, indem er Laichbehälter bereitstellt, in denen bis zu 15.000 Kaulquappen schlüpfen. Diese werden dann an Interessierte verteilt, um neue Lebensräume für die Laubfrösche zu schaffen. Ein tolles Beispiel für ehrenamtliches Engagement!

Die Wanderbewegungen der Amphibien werden allerdings auch von den Wetterbedingungen beeinflusst. Ein starker Anstieg wurde am 21. März 2025 verzeichnet, insbesondere bei den Erdkröten. Leider ziehen ungünstige Wetterbedingungen auch negative Bilanz für Frühlaicher nach sich. In anderen Regionen, wie in Rheinland-Pfalz, melden die NABU-Aktiven, dass überfahrene Amphibien und fehlende Schutzzäune alltäglich sind. Das ist echt schade, denn man möchte doch nicht, dass die kleinen Freunde auf der Straße enden.

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Ein Aufruf zur Mithilfe

Die Amphibienschutz-Maßnahmen erforderten viele Helfer, und der LBV Fürstenfeldbruck ruft bereits jetzt zur Unterstützung für die Saison 2027 auf. Es muss nicht viel Erfahrung mitgebracht werden – jeder kann helfen, und die Schutzzäune müssen regelmäßig kontrolliert werden, damit die Amphibien sicher über die Straßen gelangen. Der NABU hat zudem Schutzzäune aufgestellt und Kontrollgänge durchgeführt, um die geretteten Amphibien zu zählen. In dieser Saison haben sie von 5.000 im Vorjahr auf 7.150 gerettete Amphibien zugenommen. Ein Hoch auf die Ehrenamtlichen!

Die Sache ist klar: Der Schutz der Amphibien ist ein gemeinsames Anliegen, das uns alle betrifft. Wenn wir zusammenarbeiten und uns um die Natur kümmern, können wir vielleicht ein bisschen dazu beitragen, die Welt für unsere kleinen, hüpfenden Freunde ein Stückchen besser zu machen. Und wer weiß? Vielleicht gibt es bald noch mehr Gründe zum Feiern.

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