Die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs im Landkreis Fürstenfeldbruck sieht grün aus. Bis 2030 wird die gesamte Bus-Flotte des Landkreises emissionsfrei unterwegs sein. Aktuell sind bereits 17 Elektrobusse auf den Straßen, die seit Schulbeginn im Jahr 2025 vor allem auf der MVV-Linie 830 zwischen Puchheim und Lochhausen ihren Dienst verrichten. Diese positive Entwicklung wurde jüngst durch eine Umfrage des MVV bestätigt, in der 90 Prozent der Anwohner die Umstellung auf Elektromobilität unterstützen, wie Merkur berichtet.

Die positive Resonanz auf die Elektromobilität zeigt sich auch in den Fahrgastzahlen: Im November 2025 erreichten diese ein Allzeithoch mit ungefähr 61.000 Beförderungsfällen an Werktagen. Für den weiteren Ausbau der Elektrobusflotte sind bis Dezember 2028 zusätzlich elf bis zwölf neue E-Busse geplant, darunter auf den Linien 845 (innerorts Fürstenfeldbruck), 873 (Fürstenfeldbruck-Maisach) sowie die Linien X850 (Fürstenfeldbruck-Puchheim-Ort-Germering) und 855 (Puchheim innerorts).

Förderungen und Ausbau der Infrastruktur

Um diesen ambitionierten Plan zu unterstützen, wurde eine Bundesförderung in Höhe von rund 2,27 Millionen Euro genehmigt. Diese Mittel werden genutzt, um nicht nur die Anzahl der E-Busse zu erhöhen, sondern auch um die Infrastruktur zu verbessern. Landrat Karmasin unterstrich die Wichtigkeit dieser Maßnahmen für einen emissionsfreien ÖPNV und hob hervor, dass die Umstellung die Betriebskosten senken und die Luftqualität verbessern wird, insbesondere in Wohngebieten.

Die FLEXlinie, die ehemalige MVV-RufTaxi, wird derzeit vollständig auf Batteriebetrieb umgestellt. Dies wurde durch eine heuer stattgefundene Urkundenübergabe von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder an den stellvertretenden Leiter der Stabsstelle „Öffentliche Mobilität“, Martin Imkeller, gefeiert. Diese Übergabe fand im Rahmen der Fachkonferenz „klimafreundliche Busse“ in Berlin statt, auf der über 2.200 geförderte Elektrobusse bereits im Einsatz und zusammen über 417 Millionen Euro verteilt wurden, wie BMV berichtet.

Neue Haltestellen und flexibles Angebot

Ein weiterer wesentlicher Schritt zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrsangebots ist die Einrichtung zusätzlicher Haltestellen. Elf Kommunen im Landkreis haben bereits Standortwünsche geäußert, um die Erreichbarkeit der Busse weiter zu optimieren. Diese neuen Haltestellen können kostengünstig realisiert werden, etwa mit einem einfachen Plastikschild am Pfahl als Kennzeichnung.

Die geplanten Ausstiegshaltestellen umfassen unter anderem Standorte in Alling (Gewerbegebiet), Eichenau (Budrioallee), Emmering (Tonwerk), Fürstenfeldbruck (Lindach) und viele mehr. Dies wird nicht nur die Nutzung der Busse ankurbeln, sondern auch die Flexibilität der Fahrgäste erhöhen, die somit noch besser an ihr Ziel gelangen.

Insgesamt zeichnet sich der Landkreis Fürstenfeldbruck durch eine vielversprechende Entwicklung im Bereich der Elektromobilität aus. Mit einer engagierten und positiven Bevölkerung im Rücken sowie den notwendigen Fördermitteln ist der Weg in eine emissionsfreie Zukunft gut geebnet. Damit wird der Landkreis nicht nur ein Vorreiter in Sachen Umweltfreundlichkeit, sondern auch ein Beispiel für viele andere Regionen, die die Mobilität von morgen anpacken wollen.