Das Brucker Volksfest hat am Freitag, den 24. April 2026, seine Tore geöffnet und feiert gleichzeitig ein beeindruckendes Jubiläum: 175 Jahre bayerische Tradition. Oberbürgermeister Christian Götz setzte mit drei Schlägen den ersten Fassbier-Anstich von König Ludwig Hell an und gab damit den offiziellen Startschuss für das Fest. Unter den Gästen waren auch der bayerische Prinz Luitpold und Volksfestreferent Markus Droth sowie der Festwirt Jochen Mörz, der sich in der Region einen Namen gemacht hat.

Die Wurzeln des Volksfests reichen bis ins Jahr 1851 zurück. Anfänglich fanden die Feste unregelmäßig, oft im Herbst und in Verbindung mit landwirtschaftlichen Veranstaltungen, statt. Das erste Volksfest nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1949 gefeiert. In den 1960er Jahren wurde ein Frühlingsfest ins Leben gerufen, das später wieder abgeschafft wurde, doch 2026 genießt das gewohnte Frühjahrsevent eine besondere Bedeutung.

Hohe Besucherzahlen und gute Stimmung

Der erste Abend des Festes begann bei frühlingshaften Temperaturen und lockte zahlreiche Besucher auf das Festgelände. Die Band „Bayern-Rocker“ sorgte mit ihren Klängen für eine ausgelassene Stimmung im Bierzelt. Auch die Schausteller konnten sich freuen: Das reges Treiben und die hohe Besucherzahl versprachen gute Geschäfte und verbreiteten eine festliche Atmosphäre.

Ein Umstand, der nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die Neuordnung der Karussells und Buden aufgrund von Baustellen rund um das Festgelände. Doch trotz dieser Veränderungen blieb das Angebot vielfältig und ließ keine Wünsche offen. Eine Tradition, die sich seit 175 Jahren bewährt hat!

Festwirt Jochen Mörz und seine Ambitionen

Jochen Mörz, der als Festwirt fungiert, hat sich nicht nur in Fürstenfeldbruck einen Namen gemacht, sondern auch darüber hinaus mit seiner bayerischen Tradition experimentiert. So organisierte er 2015 mit Ralf Schneider ein Oktoberfest in Paris. Dabei wurde eine Gewerbehalle zum Festzelt umfunktioniert, und nach zwei Wochen voller Unterhaltung kann man sagen, dass das Event „ganz ordentlich“ lief, auch wenn Mörz der Aufwand nicht zufriedenstellte. Der Transport des Inventars in 16 Sattelzügen von Amberg nach Paris erforderte einiges an Engagement, und nach fünf Auflagen beendete er die Veranstaltung in der französischen Hauptstadt. Doch nun konzentriert sich Mörz voll und ganz auf das Volkfest in seiner Heimat.

Das Brucker Volksfest zeigt eindrucksvoll, wie tief verwurzelt die bayerische Kultur in der Region ist. Feiern wir gemeinsam 175 Jahre unvergessliche Ereignisse, fröhliche Stunden und die gesellige bayerische Tradition – auf ein gelungenes Fest!

Kreisboten berichtet, dass die Besucherzahl in den ersten Abendstunden vielversprechend war, während Süddeutsche die Bestrebungen von Jochen Mörz in der Festwirtschaft hervorhebt.