Am 2. Dezember 2025 ist die politische Landschaft im Landkreis Fürstenfeldbruck in Bewegung geraten. Der AfD-Kreisverband hat mit Peter Banholzer einen neuen Landratskandidaten für die Wahl im März 2026 nominiert. Der Diplom-Betriebswirt und Immobilienmakler aus Egenhofen wurde einstimmig gewählt und tritt in einem spannenden Rennen gegen Thomas Karmasin (CSU), Ronja von Wurmb-Seibel (Grüne), Andreas Magg (SPD), Stefan Weinberger (Freie Wähler) und Christian Holdt (ÖDP) an. Damit stehen die Chancen gut, dass die Wähler zwischen verschiedenen politischen Ansätzen wählen können, wobei die AfD mit einem aktuell einzigen Sitz im Kreistag und einem ambitionierten Ziel von 18 Prozent und 13 Sitzen für die kommende Kreistagswahl ins Rennen geht, wie die Süddeutsche berichtet.

Banholzer, der bereits im Jahr 2023 als Direktkandidat für den Landtag im Wahlkreis Fürstenfeldbruck-Ost antrat und 9,8 Prozent der Stimmen erhielt, hat klare Ziele. Seine Hauptanliegen sind die finanzielle Entlastung der Bürger und die Schaffung von mehr Wohnraum, insbesondere für junge Familien im Münchner Umland. „In Fürstenfeldbruck hinkt die Baugenehmigung für neuen Wohnraum hinterher“, kritisiert er und hebt den dringenden Bedarf hervor, um den Wohnraumdruck zu reduzieren. Die AfD hat sich zudem zum Ziel gesetzt, Bund und Land stärker in die Verantwortung zu nehmen, damit die kommunalen Aufgaben auch tatsächlich finanziert werden.

Integration und Asylpolitik im Fokus

Ein weiterer Punkt, den Banholzer vehement anspricht, ist die Integration von Asylbewerbern. Er bemängelt, dass diese in Fürstenfeldbruck nur sporadisch und freiwillig erfolgt. Als Vorbild nennt er den Partnerlandkreis Greiz in Thüringen, wo eine Bezahlkarte im Asylbereich eingeführt wurde, um Missbrauch durch Wirtschaftsmigration zu verhindern. Diese Maßnahme wird auch im Landkreis Fürstenfeldbruck seit März 2024 angewandt. Banholzer betont, dass ein strengeres Vorgehen nötig sei, um die Situation zu verbessern.

In den kommenden Wochen dürfen wir gespannt sein, wie sich die politischen Kräfte für die kommende Landratswahl formieren werden. Das Rennen verspricht spannend zu werden, wobei sich die AfD mit ihrer neu formierten Liste im Kreistag positionieren und ihre Sicht auf die Herausforderungen der Region darlegen möchte.

Wachsender Einfluss der AfD

Mit einem Zuwachs des Stimmenanteils von 9,9 Prozent in beiden Brucker Wahlkreisen sieht sich die AfD am Aufschwung. Trotz der Abwanderung von zwei ihrer ursprünglichen drei Kreisräte zur Werte-Union, bleibt die Partei optimistisch und glaubt an die Möglichkeit, ihren Einfluss in der Kommunalpolitik zu verstärken. In diesem Kontext wird auch die Listenaufstellung für die Kreistagswahl von großer Bedeutung sein, um den Wählern ein schlagkräftiges Angebot zu präsentieren, das den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird führt.

Die weitere Entwicklung der Kampagne von Banholzer und der AfD wird in den kommenden Monaten genau zu beobachten sein. Vor allem im Hinblick auf die strategischen Pläne zur Stärkung ihrer Position in der Region. Möglicherweise ist dies der Beginn eines neuen Kapitels für die AfD im Landkreis Fürstenfeldbruck, das die politische Landschaft nachhaltig prägen könnte.