Ein schwerer Vorfall hat sich während eines Heimspiels der Zweiten Mannschaft von Hinterschmiding gegen Freyung II ereignet. Torhüter Michael Kandlbinder verletzte sich bei einer Aktion zur Klärung eines langen Balls schwer. Ohne Fremdeinwirkung riss er sich beide Patellasehnen, was für die Mannschaft und die Zuschauer ein schockierendes Erlebnis war. Spartenleiter Florian Blöchl bezeichnete die Situation als erschütternd, und der Rettungswagen war innerhalb weniger Minuten vor Ort, um Kandlbinder medizinisch zu versorgen.
Der 31-jährige Torhüter hatte bereits im vergangenen Jahr einen Achillessehnenriss erlitten, und die aktuelle Verletzung ist besonders tragisch. Seine Mitspieler zeigten sich betroffen und posteten ein Bild von Kandlbinder in seinem Torwartdress auf Instagram, um ihre Unterstützung zu zeigen. Der gesamte Verein sendet Genesungswünsche an ihren verletzten Spieler.
Die Folgen der Verletzung
Ein Riss der Patellasehne ist eine seltene und schwere Knieverletzung, die in der Regel durch Sportunfälle mit übermäßiger Krafteinwirkung hervorgerufen wird. Die Patellasehne verbindet die Kniescheibe (Patella) mit dem Schienbeinknochen (Tibia) und ist für die Beugung und Streckung des Knies verantwortlich. Bei einer Ruptur treten oft Symptome wie sofort einsetzender Schmerz, Schwellung des Gelenks und ein charakteristisches Knacken auf. Betroffene können das Knie nicht mehr strecken und das betroffene Bein nicht vom Boden abheben.
Die Behandlung eines Risses erfolgt in der Regel operativ, meist minimal-invasiv durch Arthroskopie. Die Heilungsdauer kann zwischen sechs und zwölf Monaten liegen, und während dieser Zeit sind sportliche Aktivitäten ausgeschlossen. Es besteht auch das Risiko von langfristigen Folgen wie Einschränkungen der Kniefunktion oder erneuten Rissen. Diese Aspekte sind besonders für einen Sportler wie Kandlbinder von Bedeutung, der sich mitten im Aufstiegskampf in der A-Klasse Freyung befindet.
Der Wettkampf um den Aufstieg
Der Verein Hinterschmiding liegt momentan vier Punkte hinter dem zweiten Platz, der für den Aufstieg entscheidend ist. Nach einer 1:3-Niederlage gegen Freyung steht das Team mit 49 Punkten auf dem dritten Rang, während der Tabellendritte Ringelai 45 Punkte hat. Das Ziel des Vereins ist es, vor dem letzten Saisonspiel in Ringelai mindestens den zweiten Platz zu sichern, um die Chance auf den Aufstieg zu wahren.
Die gesamte Fußballgemeinschaft in der Region blickt gespannt auf die weitere Entwicklung, nicht nur in Bezug auf die Leistung der Mannschaft, sondern auch auf die Genesung von Michael Kandlbinder. In der Hoffnung auf eine baldige Rückkehr ins Tor und die Unterstützung der Fans wird der Verein alles daransetzen, um die Saison erfolgreich abzuschließen.