Bayerns Wälder: Rekord-Holzvorräte sorgen für Aufsehen!
In Bayerns Wäldern liegt ordentlich Holz bereit. Der Holzvorrat hat ein Rekordniveau erreicht, wie die PNP berichtet. Besonders in den Privatwäldern, die einen Großteil des Bestandes ausmachen, sieht die Bilanz ausgezeichnet aus. Bayern steht mit etwa 1,011 Milliarden Festmetern Holz an der Spitze—in Deutschland und sogar weltweit. Für viele Waldbesitzer in den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau wird der Wald immer mehr zum echten Sparbuch, auch wenn dieser Vergleich zunehmend hinterfragt wird.
Wie sieht die Lage im Detail aus? Bayern hat mit 2,6 Millionen Hektar die größte Waldfläche aller Bundesländer. Gut ein Drittel des Landes ist bewaldet, wie die LWF Bayern feststellt. Bei der vierten Bundeswaldinventur (BWI 2022) wurden von speziell geschulten Förstern an über 100.000 Bäumen umfangreiche Daten erfasst. Diese zeigen, dass der Durchschnitts-Holzvorrat in Bayern bei 405 Vfm pro Hektar liegt—deutlich über dem deutschen Durchschnitt von 335 Vfm pro Hektar.
Ein Blick auf die Zahlen
Der Holzvorrat verteilt sich auf verschiedene Waldeigentumsarten, wobei 62,2 % des Bestands auf Privatwälder entfallen. Staatswälder machen 25,5 %, Körperschaftswälder 10,7 % und Bundeswälder nur 1,5 % aus. Interessanterweise hat der Anteil an Laubholz zugenommen, während der Nadelholzvorrat leicht abgenommen hat. Das Durchschnittsalter der Wälder stieg in den letzten Jahren von 83 auf 88 Jahre—ein Hinweis darauf, dass die Bayerischen Wälder reifen.
- Holzvorrat insgesamt: 1,011 Milliarden Vfm
- Durchschnitt: 405 Vfm/ha (Bayern), 335 Vfm/ha (Deutschland)
- Privatwald: 62,2 % des Holzvorrats
- Jährlicher Zuwachs (2012-2022): 25,7 Millionen Vfm
- Jährlicher Abgang: 25,4 Millionen Vfm (22,1 Millionen Vfm aktiv genutzt)
Die Herausforderungen
Doch bei all den positiven Entwicklungen gibt es auch Herausforderungen. Laut der Destatis zeigt die Holzeinschlagsstatistik, dass an über 41 % der Inventurpunkte keine Nutzung festzustellen war. Dies weist auf einen erheblichen Pflegebedarf hin. Auch die Risiken durch Kalamitäten sind nicht zu unterschätzen, insbesondere bei der Fichte.
Die Ergebnisse der BWI 2022 sollen im Oktober 2024 veröffentlicht werden und könnten weitere spannende Informationen bereithalten. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Holzvorrat und die Waldbewirtschaftung zukünftig entwickeln werden, aber der Trend in Bayern scheint vielversprechend zu sein.
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