In Freising tut sich etwas Spannendes: Das „Zukunftsquartier Bahnhofsareal“ hat den Zuschlag bei der Internationalen Bauausstellung Metropolregion München (IBA) erhalten. Dieses ambitionierte Projekt wurde aus 170 Bewerbungen als eines von nur 16 ausgewählt. Charlotte Reitsam, Stadträtin der Grünen, möchte die Freisinger über die Vorhaben und Möglichkeiten informieren, da sie kritisiert, dass viele Bürger nur wenig über die IBA und die Pläne wissen. Ihr Vortrag fand im Wahlkampfbüro der Grünen in der Innenstadt statt und zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Entwicklungen zu schärfen.
Das geplante Areal erstreckt sich über 25 Hektar und reicht vom Seilerbrückl bis zur Korbiniansbrücke und Luitpoldstraße. Reitsam fordert, dass auch der Bahnposten 15 in die Planungen einbezogen wird. Das Motto der IBA, „Räume der Mobilität“, soll Arbeiten und Wohnen miteinander verbinden und die Isar als zentrales Element in die Planungen integrieren. Aktuell wird das Bahnhofareal als unattraktiv wahrgenommen, mit vielen Leerständen und trostlosen Flächen, wie dem verwaisten Café am „Zukunftsbahnhof“. Die Stadträtin zeigte Bilder des Areals und betonte die Notwendigkeit einer barrierefreien Gestaltung bestehender Unterführungen, um kostengünstige Alternativen zu schaffen.
Einblick in die IBA und ihre Ziele
Das Projekt „Zukunftsquartier Freising“ wurde am 02. Dezember 2025 im Rahmen des Tages der IBA in der alten Kongresshalle München als „IBA-Projektkandidat“ verkündet. Diese Auszeichnung stellt einen wichtigen Schritt im Prozess hin zu einem IBA-Projekt dar, und es ist das Ziel, die ersten Bausteine bis 2034 zu realisieren. Die Stadt Freising sieht dies als Chance, ein Leuchtturmprojekt in der Region zu etablieren, das sich im Ausstellungsjahr einem internationalen Publikum präsentieren soll. Das Kuratorium und der Aufsichtsrat der IBA GmbH haben bestätigt, dass das Zukunftsquartier neuartige und realisierbare Ansätze zur Lösung von Mobilitätsfragen bietet. Die Unterstützung der IBA umfasst unter anderem Hilfe bei der Akquise von Fördermitteln und bei der Vernetzung mit anderen Akteuren.
Die Pläne für das Bahnhofsareal zielen auf die Entwicklung eines modernen, lebendigen Quartiers ab, das den kommenden Herausforderungen gerecht wird. In einer Zeit, in der die Stadt wächst, ändern sich auch die Bedürfnisse in Bezug auf Mobilität, Wohnraum und Lebensqualität. Das Areal bietet nicht nur eine zentrale Lage und gute Verkehrsanbindung, sondern auch städtisches Potenzial. Geplant sind moderne Arbeitswelten, soziale Einrichtungen, Kultur- und Freizeitangebote, sowie eine hohe Aufenthaltsqualität, die die Anbindung an Natur und Stadt berücksichtigt.
Bürgerbeteiligung und Zukunftsvisionen
Im Frühjahr 2023 wurde die Bewerbung bei der IBA eingereicht, gefolgt von der IBA Walk Freising am 17. Mai 2023, bei der Bürger das Areal erkunden und ihre Ideen einbringen konnten. Auch der IBA Wandercontainer war im Herbst 2024 in Freising, um Informationen über das Zukunftsquartier bereitzustellen. Das Engagement der Freisinger Mitte zeigt, dass die Bürgerbeteiligung eine zentrale Rolle spielt, da es an Wissen über die geplanten Vorhaben mangelt. Die Vision ist eine lebendige Nachbarschaft, die neu gedachte Mobilität und das Zusammenleben von Arbeiten und Alltag vereint, während soziale Teilhabe und Gemeinschaft gefördert werden.
Mit diesen ehrgeizigen Zielen und der aktiven Einbindung der Bürger könnte Freising auf dem besten Weg sein, ein zukunftsorientiertes Quartier zu schaffen, das den Anforderungen der kommenden Jahre entspricht. Es bleibt spannend, wie sich die Pläne weiterentwickeln werden und welche Impulse sie für die Stadt und ihre Bewohner bringen werden. Für weitere Informationen über das Projekt und aktuelle Entwicklungen können Interessierte die Webseite der Stadt Freising besuchen und sich über die IBA informieren.