Heute ist der 10.07.2026, und in Freising wird die Stimmung von einer schweren Nachricht überschattet. Die Uferlos Kultur und Veranstaltungs gGmbH hat am 30. Juni 2026 Insolvenz angemeldet. Ein Schock für viele, die das Festival lieben und die bunten Tage am Ufer der Isar in vollen Zügen genossen haben. Geschäftsführer Lemarr Baqai hat die Gründe für diese bittere Entscheidung klar umrissen: Gestiegene Kosten und ungünstige Witterungsbedingungen haben den Veranstaltern schwer zu schaffen gemacht. Es ist, als ob alles zusammengekommen ist – ein unglücklicher Sturm, der die schöne Festivalatmosphäre in einen finanziellen Albtraum verwandelt hat.

Besucherzahlen, die nicht mehr an frühere Erfolge heranreichten, trugen ihren Teil zur finanziellen Misere bei. Die Einnahmen blieben hinter den Erwartungen zurück, und das, obwohl das Festival stets ein kostenfreies Eintrittsmodell angeboten hat, das zur Identität von Uferlos gehört. Man wollte die Türen weit öffnen, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Aber am Ende hat das nicht gereicht. Besonders schmerzlich ist, dass die Gesellschaft kein finanzielles Polster hatte, um die Defizite auszugleichen. Nach dem Festival wurde deutlich, dass die Mittel nicht ausreichen, um alle Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das Amtsgericht Landshut hat bereits einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, der nun die Geschicke des Festivals in die Hand nimmt.

Die Herausforderungen im Detail

Es ist kein Geheimnis, dass die letzten Jahre für viele Veranstalter eine Herausforderung waren. Baqai spricht von einer „wirtschaftlichen Tragfähigkeit“, die nun intensiver geprüft werden muss. Sogar die Unterstützung durch die Stadt Freising, Sponsoren und das ehrenamtliche Engagement vieler Helfer konnten die Herausforderungen nicht abfedern. Es ist ein echtes Dilemma: So viel Herzblut und Einsatz, und doch endet es in einer Insolvenz.

Die genaue Höhe der finanziellen Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben wird im Insolvenzverfahren geprüft. Offene Forderungen können derzeit nicht außerhalb des Verfahrens beglichen werden. Das bedeutet, dass viele, die zur Durchführung des Festivals beigetragen haben, nun ungewiss bleiben müssen. Baqai hat dennoch die Hoffnung, dass das Uferlos-Festival vielleicht in einer neuen Form oder unter einer neuen Trägerschaft fortgeführt werden kann. Ein Funke Optimismus inmitten dieser düsteren Umstände. Er betont die Dankbarkeit gegenüber allen, die das Festival mit ihrem Engagement unterstützt haben. Man spürt, dass ihm die Sache am Herzen liegt.

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Ein Blick in die Zukunft

Die Frage nach den Fortführungsaussichten des Festivals bleibt in der Luft hängen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird auch diese Thematik prüfen. Die Uferlos-Geschichte ist damit allerdings noch nicht zu Ende erzählt. Vielleicht gibt es bald neue Ansätze oder kreative Lösungen, die das Festival in irgendeiner Form wiederbeleben. Die Tradition, das Gemeinschaftsgefühl und die Freude am Feiern sind Werte, die nicht so schnell verschwinden.

Wenn man durch die Straßen Freisings schlendert, kann man die Erinnerungen an die vergangenen Festivals förmlich spüren. Die Musik, die bunten Lichter, die fröhlichen Gesichter – all das hat einen besonderen Platz in den Herzen der Menschen. Und vielleicht ist genau das der Schlüssel: die Menschen, die sich für Kultur engagieren. Die Hoffnung bleibt, dass es eine Möglichkeit gibt, Uferlos in irgendeiner Form fortzuführen – das wäre ein wahrer Lichtblick in dieser unsicheren Zeit.

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