Preiserhöhung im Freisinger Ferienprogramm: Ein notwendiger Schritt oder ein Hindernis für Familien?
Heute ist der 27.05.2026 und die Stadt Freising hat sich auf eine kleine, aber bedeutende Veränderung im Ferienprogramm vorbereitet. Zum ersten Mal seit zehn Jahren wird die Teilnahmegebühr für das beliebte Ferienprogramm angehoben. Ein Tag auf dem Abenteuerspielplatz, der bei den Kids hoch im Kurs steht, kostet ab sofort acht Euro statt vier Euro. Diese Entscheidung kam nicht von ungefähr – die Stadtjugendpflege hat die Preise angepasst, um den gestiegenen Personal- und Sachkosten Rechnung zu tragen. Der Betriebsaufwand für das Jahr 2025 belief sich auf satte 78.300 Euro, und wenn man die Aufwendungen für die Ehrenamtlichen von etwa 71.600 Euro dazu addiert, kommen wir auf Gesamtausgaben von fast 150.000 Euro. Für 2025 lagen die Einnahmen jedoch nur bei etwa 52.000 Euro. Ein bisschen, als würde man versuchen, einen Wasserfall mit einem kleinen Eimer aufzufangen.
Das Ferienprogramm ist bei Freisinger Familien äußerst beliebt und bietet eine bunte Palette an Aktivitäten, die von Theaterbesuchen über Jonglier- bis hin zu Trommelworkshops reicht. Die Stadtjugendpflege verfolgt hierbei einen klaren pädagogischen Auftrag. In den Sommerferien gibt es ganztägige Betreuung auf den Abenteuerspielplätzen am Tollhaus und Sebaldhaus. Die Verwaltung schlägt vor, eine Tagespauschale von acht Euro für Stadtkinder und 10,40 Euro für Kinder aus dem Landkreis zu erheben. Dazu kommt eine Buspauschale von zehn Euro pro Kind für Fahrten mit großen Bussen – eine kleine, aber feine Ergänzung.
Helfende Hände gesucht
Die Stadtjugendpflege ist auch auf der Suche nach engagierten Helferinnen ab 18 Jahren, die Lust haben, das Ferienprogramm aktiv mitzugestalten. Junge Menschen haben die Möglichkeit, Ausflugsfahrten und Tagesaktionen zu begleiten – von Museumsbesuchen über Kletterangebote bis hin zu sportlichen Freizeitaktivitäten. Die Unterstützung der hauptamtlichen Pädagoginnen am Sebaldhaus und beim Spielbus ist ebenfalls ein wichtiger Teil der Arbeit. Wer sich einbringen möchte, kann sich auf Ehrenamtsbasis engagieren und erhält dafür eine Vergütung. Und das Beste: Bei einem Vorbereitungstreffen werden die Helfer*innen bestens in ihre Aufgaben eingearbeitet. Außerdem gibt’s die Möglichkeit, kostenlos an einem Erste-Hilfe-Kurs teilzunehmen – das klingt doch nach einer runden Sache!
Zu den neuen Preisstrukturen wurde auch eine Sozialpassermäßigung für die Wochenangebote eingeführt, die sich auf 50 Prozent erhöht hat. Kinderreiche Familien profitieren zusätzlich, denn ab dem dritten Kind können sie das Wochenangebot kostenlos nutzen. Eine gewisse Erhöhung des Zuschlags für Landkreiskinder um 30 Prozent wurde ebenfalls beschlossen, was sicherlich von einigen kritisch betrachtet wird. Die Entgeltanpassung selbst wurde mit sieben Gegenstimmen beschlossen – eine Entscheidung, die nicht überall auf Zustimmung gestoßen ist.
Insgesamt bleibt das Ferienprogramm eine wertvolle Institution in Freising. Es bringt nicht nur Spaß und Abenteuer für die Kids, sondern bietet auch wichtige Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Stadtjugendpflege ist stets bemüht, ein attraktives Angebot zu schaffen, das den Bedürfnissen der Familien gerecht wird. In diesem Sinne bleibt zu hoffen, dass die neuen Preise nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Familien tragbar sind und die Kinder weiterhin mit Freude und Begeisterung teilnehmen können.
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