In Freising gibt es derzeit neben den üblichen Themen auch ein sehr persönliches, bewegendes: Susanne Hoyer, die frisch gewählte Landrätin, hat am Montag öffentlich gemacht, dass sie an Krebs erkrankt ist. Eine Diagnose, die sie bei einer Routineuntersuchung vor wenigen Wochen erhalten hat. Es ist, als würde man einen schrecklichen Schatten auf eine blühende Landschaft werfen – und doch strahlt Hoyer eine bemerkenswerte Zuversicht aus. Sie ist dankbar, dass die Krankheit frühzeitig entdeckt wurde und gut behandelbar ist. Ihre ersten Schritte als Landrätin hat sie mit voller Energie und Leidenschaft gegangen, und jetzt zeigt sie, dass sie auch in schwierigen Zeiten nicht aufgibt.

Hoyer hat bereits mit den ersten Zyklen ihrer Chemotherapie begonnen, aber sie bleibt optimistisch und fokussiert. „Ich habe die ersten Behandlungen im Stillen absolviert“, erklärt sie, „um mich auf das Wesentliche zu konzentrieren: meine Aufgaben hier im Landratsamt.“ Das ist mehr als nur eine Floskel – es ist der Ausdruck von Entschlossenheit und Stärke, die in diesen herausfordernden Zeiten unerlässlich ist. Trotz möglicher Ausfallzeiten während ihrer Therapie ist sie entschlossen, ihre Amtsgeschäfte mit vollem Einsatz fortzuführen. Ihre Kollegen, insbesondere der stellvertretende Landrat Franz Heilmeier, stehen bereit, um sie zu unterstützen.

Ein starkes Team

Die Landrätin betont die Bedeutung ihrer Unterstützung durch Familie und Team. „Ich bin unendlich dankbar für den Rückhalt, den ich in den letzten Wochen erfahren habe“, sagt Hoyer. In ihrer neuen Rolle hat sie zahlreiche Termine wahrgenommen, von Besprechungen im Landratsamt bis hin zu ihrer Vereidigung im Kreistag. Die Bürgerinnen und Bürger haben sie herzlich empfangen – eine herzliche Geste, die ihr sicher Kraft gibt. Man merkt, dass sie die Menschen um sich herum schätzt und die Gemeinschaft für sie von großer Bedeutung ist.

Doch die Diagnose hat auch ihre Schattenseiten. Hoyer wird während ihrer Behandlung gelegentlich abwesend sein, was bereits Fragen und kritische Stimmen in der Öffentlichkeit aufgeworfen hat. „Ich habe mich entschlossen, meine Erkrankung öffentlich zu machen, um Transparenz zu schaffen und Spekulationen zu begegnen“, erklärt sie. Es ist eine mutige Entscheidung, die sicher nicht jedem leichtfällt. Aber Hoyer zeigt, dass sie nicht nur eine Politikerin ist, sondern auch eine Frau mit einer Geschichte, die das Leben auf eine ganz persönliche Weise herausfordert.

Ein Aufruf zur Vorsorge

Die Landrätin nutzt ihre Situation auch, um auf die Wichtigkeit regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen hinzuweisen. Laut dem Robert-Koch-Institut erkrankt fast jeder zweite Mann und mehr als zwei von fünf Frauen in Deutschland an Krebs. Die gute Nachricht? Viele Krebsarten haben heute deutlich bessere Heilungschancen als noch vor Jahren. Ihr behandelnder Onkologe hat sie darin bestärkt, dass sie die Krankheit besiegen kann. Hoyer ist sich dessen bewusst und schaut optimistisch in die Zukunft. „Ich werde alles tun, um für den Landkreis da zu sein“, sagt sie entschlossen.

In diesen Tagen, wo die Nachrichten oft von Negativem geprägt sind, ist es erfrischend zu sehen, wie jemand mit so viel Anstand und Stärke auf eine solche Herausforderung reagiert. Susanne Hoyer ist nicht nur eine Politikerin, sondern auch ein Mensch, der mit Herz und Seele für seine Aufgaben kämpft. Und vielleicht ist das die größte Botschaft, die sie uns in dieser Zeit mit auf den Weg geben kann – dass es Hoffnung gibt, auch wenn die Zeiten rau sind. Ihre Entschlossenheit, ihre Amtsgeschäfte fortzuführen, wird sicherlich viele inspirieren und Mut machen.