Am vergangenen Wochenende wurde im Freisinger Furtnerbräu kräftig angepackt. Die Initiative „Wir retten den Furtner“ hatte zur großen Entrümpelungsaktion aufgerufen, und die Freisinger ließen sich nicht zweimal bitten. Zahlreiche Helferinnen und Helfer schaufelten, räumten und schleppten, was das Zeug hielt. Altlasten wurden entsorgt, Zugänge freigeräumt – und das Areal wurde endlich mal wieder begehbar gemacht. So etwas hat es seit Jahrzehnten nicht gegeben! Die Freude war spürbar, als die ersten neugierigen Blicke in die geheimnisvollen Räumlichkeiten geworfen werden konnten.

Die Initiative verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Das Wirtshaus soll über die Genossenschaft Furtnerbräu eG gekauft werden. Das Grundstück wird in Erbpacht angeboten – eine attraktive Möglichkeit, um das historische Erbe für Freising langfristig zu sichern. Aktuell sind noch fast 1300 von insgesamt 2200 Anteilen à 500 Euro zu verkaufen. Wer helfen möchte, kann sich auch über ein Unterstützer-Abo beteiligen. Immerhin haben bereits 661 Anteile den Besitzer gewechselt. Das sind etwa 30 % – ein guter Anfang, aber da geht noch mehr!

Öffentliche Führungen und weitere Aktionen

Im Juni geht es weiter mit einem spannenden Programm. Sechs öffentliche Führungen sind geplant, um das historische Gebäudeensemble vorzustellen. An den Samstagen, 6., 13. und 20. Juni, um 12 Uhr sowie an den Sonntagen, 7., 14. und 21. Juni, um 14 Uhr, kann man sich auf eine Reise durch die Geschichte des Furtnerbräu begeben. Treffpunkt ist vor dem Wirtshaus – und die Führungen sind sogar kostenfrei! Um die Teilnehmerzahl von 20 pro Termin nicht zu überschreiten, empfiehlt es sich, vorher auf der Veranstaltungsseite anzumelden. Wer also stabile Schuhe und Kleidung, die Staub verträgt, mitbringt, ist bestens gerüstet.

Für Firmen und Gruppen gibt es die Möglichkeit, eigene Führungstermine zu vereinbaren. Einfach eine E-Mail an genossenschaft@furtner-freising.de schicken, und schon kann es losgehen! Außerdem sind weitere Arbeitseinsätze zur Entrümpelung der Brauerei angesetzt, und zwar am Freitag, 5. Juni, von 14 bis 18 Uhr und am Samstag, 6. Juni, von 10 bis 15 Uhr. Maske und Handschuhe sind dabei sehr zu empfehlen – Sicherheit geht vor, auch beim Schaufeln und Räumen!

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Die Vision für die Zukunft

Die Vision hinter all dem ist klar: Der Furtner soll als lebendiges Wirtshaus dauerhaft erhalten bleiben. Die Genossenschaft wird als Trägerin für das Projekt fungieren und nach und nach das Haus sanieren. Eine langfristige Sicherung des Anwesens ist angestrebt, und zwar für mindestens 99 Jahre. Das Modell ist nicht nur demokratisch, sondern fördert auch die gemeinsame Verantwortung der Unterstützer. Ziel ist es, den Furtner in seiner bekannten Form zu erhalten und gleichzeitig zukunftsfähig zu machen, ohne die Atmosphäre oder den Charme zu verlieren.

Es ist spannend zu beobachten, wie sich hier eine Gemeinschaft bildet, die sich für den Erhalt eines Stücks Freisinger Geschichte einsetzt. Der Fokus auf den dauerhaften Erhalt statt kurzfristiger Verwertung ist eine Haltung, die in der heutigen Zeit nicht hoch genug geschätzt werden kann. Mit bisher 262 Unterstützer-Bier-Abos (8,7 %) und dem Engagement der Freisinger Bürger zeigt sich: Hier wird etwas Großes in Gang gesetzt.

Wenn Sie also ein Stück Geschichte erleben möchten und gleichzeitig einen Beitrag leisten wollen, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um mitzumachen. Der Furtnerbräu wartet auf Sie!

Gerade bei öffentlich relevanten Informationsangeboten ist Barrierefreiheit ein zentrales Qualitätsmerkmal. Unser Website-System erfüllt die Anforderungen der BITV 2.0 und WCAG 2.1 auf hohem Niveau – von semantisch korrektem Markup über ausreichende Kontraste bis zur vollständigen Tastaturbedienbarkeit. Umgesetzt wurde dies durch Daniel Wom / VeloCore mit einem durchgängig barrierefreien Ansatz.