Freising feiert seine erste CSD-Parade: Ein Fest der Vielfalt und Akzeptanz
In Freising gibt es bald einen Grund zum Feiern, und das nicht zu knapp! Am 11. Juli 2026 wird die Stadt zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Christopher Street Day (CSD) ausrichten. Wer hätte das gedacht? Ein neu gegründeter Verein, der sich erst am 11. Mai 2026 ins Leben gerufen hat, hat mittlerweile schon 40 Mitglieder mobilisiert und will den CSD als feste Größe im Veranstaltungskalender der Region etablieren. Die Idee dazu entstand ganz spontan – so kommt’s, wenn engagierte Bürger, Mitglieder des Freisinger Queer-Stammtischs und Vertreter verschiedener Parteien sich zusammentun, um ein Zeichen für die Sichtbarkeit und die Rechte der queeren Community zu setzen.
Der CSD soll nicht nur eine bunte Parade werden, sondern auch ein Fest der Vielfalt und Akzeptanz in Freising feiern. Michael Firlus, der Vorsitzende des Vereins, hat bereits betont, wie viel Arbeit in den letzten Monaten geleistet wurde. Mitvorsitzende Tanja Schöffmann bezeichnet dieses Projekt als ihr „Herzensprojekt“. Der CSD erinnert an die historischen Proteste in der Christopher Street in New York City im Sommer 1969, die als Wendepunkt der modernen LGBTQIA-Bewegung gelten. Hier in Freising wird die Veranstaltung mit einer Auftaktkundgebung um 14 Uhr in der Luitpoldanlage beginnen, gefolgt von einem Demonstrationszug durch die Innenstadt bis zur Oberen Hauptstraße. Schätzungen zufolge werden 500 bis 700 Teilnehmer erwartet!
Ein Zeichen setzen und feiern
Die Vorbereitungen sind in vollem Gange, und das Programm für den CSD in Freising kann online auf www.csd-freising.de nachgelesen werden. Infostände entlang der Oberen Hauptstraße werden bis 20 Uhr Informationen bieten, und ein Abendprogramm mit Musik wird noch finalisiert. Das Vereinslokal, das Furtner, ist nicht nur der Ort des Gründungsfests, sondern auch des regelmäßigen Queer-Stammtisches, der jeden dritten Donnerstag im Monat stattfindet. Es ist einfach schön zu sehen, wie sich die queere Community in Freising formiert und sichtbar macht!
Ein Blick über die Stadtgrenzen hinaus zeigt, dass die Zahl der CSD-Paraden in Deutschland kontinuierlich steigt. Laut der Amadeu Antonio Stiftung gab es im Jahr 2022 ganze 245 CSD-Veranstaltungen in Deutschland – eine Rekordzahl! Auch kleinere, ländliche Städte und Gemeinden nehmen zunehmend teil und setzen ein Zeichen für Akzeptanz. Die politische Landschaft hat sich in den letzten Jahren gewandelt: Die Ehe für alle wurde 2017 eingeführt, und das Selbstbestimmungsgesetz ist für 2024 geplant. Dennoch gibt es auch heute noch Anfeindungen und Diskriminierungen, die Menschen der LGBTQIA-Community erleben müssen.
Ein Fest für alle
Die Vorfreude auf den CSD in Freising ist spürbar, nicht nur bei den Organisatoren, sondern auch bei der Bevölkerung. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, und die Unterstützung aus verschiedenen politischen Lagern zeigt, dass die queere Community hier ein starkes Fundament hat. Der erste CSD in Freising wird ein Fest der Freude, der Farben und der Hoffnung – und das ganz sicher nicht nur für die queere Community, sondern für alle, die Vielfalt und Akzeptanz leben wollen. Wer sich noch nicht informiert hat, der sollte sich die Webseite www.csd-freising.de und den Instagram-Account @csd.freising mal anschauen! Es wird spannend, das kann ich euch versichern.
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