Am Freitagnachmittag, dem 26. April 2026, brach auf einem Bauernhof in Hohenkammer ein verheerender Brand aus. Um 16 Uhr wurde die Rettungsleitstelle alarmiert, nachdem der Dachstuhl einer Doppelhaushälfte im Ortsteil Kleinkammerberg in Flammen stand. Bereits beim Eintreffen der Feuerwehr war ein Teil des Dachstuhls im Vollbrand, was die Lage dramatisch verschärfte.
Insgesamt kämpften rund 160 Einsatzkräfte aus den Landkreisen Freising, Pfaffenhofen an der Ilm und Dachau gegen die Flammen. Sie wurden von 31 Fahrzeugen unterstützt, doch die Löscharbeiten gestalteten sich als äußerst herausfordernd. Aufgrund der abgelegenen Lage des Hofes war die Löschwasser-Versorgung zunächst schwierig, sodass Landwirte unterstützend Güllefässer bereitstellten, um die Feuerwehr mit Wasser zu versorgen. Zudem wurde ein Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen eingerichtet.
Großbrand unter Kontrolle
Die Alarmstufe wurde auf „B4 – Brand Aussiedlerhof“ erhöht, was zur Nachalarmierung weiterer Feuerwehren führte. Die Einsatzkräfte bildeten mehrere Abschnitte: für die Brandbekämpfung, eine Atemschutz-Sammelstelle und die Löschwasser-Versorgung. Hunderte Meter lange Schlauchleitungen wurden verlegt, um eine effektive Brandbekämpfung sicherzustellen.
Gegen 18 Uhr war der Brand unter Kontrolle gebracht worden, doch die Nachlöscharbeiten aufgrund zahlreicher Glutnester im Dachstuhl und Wohnbereich zogen sich bis etwa 19 Uhr hin. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch eine Drohnengruppe des Landkreises, die mithilfe einer Wärmebildkamera die Glutnester lokalisierte und somit die Löscharbeiten erleichterte.
Personen und Sachschaden
Glücklicherweise war eine Bewohnerin, die in der betroffenen Wohnung lebte, zum Zeitpunkt des Brandes nicht im Gebäude. Sie wurde vorsorglich vom Rettungsdienst versorgt. Eine andere Person musste jedoch wegen Verdachts auf Rauchgas-Intoxikation ins Krankenhaus gebracht werden. Der Sachschaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt, und die Kriminalpolizei hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Eine Begehung des Brandorts ist für Anfang nächster Woche geplant.
Die Bundesstraße B13 war während des Einsatzes zeitweise gesperrt, was die Situation zusätzlich erschwerte. Die Feuerwehrleute und die unterstützenden Landwirte haben in enger Zusammenarbeit alles gegeben, um Schlimmeres zu verhindern und den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Der Vorfall erinnert uns daran, wie wichtig die Zusammenarbeit innerhalb der Gemeinschaft ist, insbesondere in Krisensituationen. Die schnelle Reaktion und der unermüdliche Einsatz der Feuerwehr und der Landwirte sind ein leuchtendes Beispiel für Solidarität und Hilfsbereitschaft in unserer Region.
Für weitere Informationen über den Vorfall und die aktuellen Entwicklungen können Sie die Merkur sowie Pfaffenhofen Today besuchen.