Am 3. Juli 2026 ist die Stadt Freising in Trauer vereint, denn die geschätzte Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Heidi Kammler, ist im Alter von 78 Jahren von uns gegangen. Ihr Tod wird als schwerer Verlust für die gesamte Gemeinschaft angesehen. Jochen Beer, der Geschäftsführer der Awo, bezeichnete sie als das soziale Gewissen Freisings. Und das ist kein leichtfertiges Wort. Heidi war nicht nur eine Stimme für die Schwächeren, sondern auch eine unermüdliche Kämpferin für soziale Belange.

Die geborene Freisingerin, die 1948 das Licht der Welt erblickte, war schon früh aktiv. Mit 15 Jahren trat sie der Gewerkschaft bei, während ihrer Ausbildung zur Buchbinderin. Ihr Leben war geprägt von einem leidenschaftlichen Engagement für die Interessen von Beschäftigten und einer tiefen Verbundenheit mit ihrer Heimatstadt. Von 2004 an leitete sie die Awo, und sie war auch 30 Jahre lang Mitglied des Stadtrats für die SPD. 2020 trat sie nicht mehr zur Wahl an, um Platz für Jüngere zu schaffen – eine selbstlose Entscheidung, die zeigt, wie sehr ihr die Zukunft ihrer Stadt am Herzen lag.

Ein Leben für die Gemeinschaft

Die Liste ihrer Verdienste ist lang: Als Arbeitnehmervertreterin bei der AOK, Richterin am Landesarbeitsgericht und Beisitzerin am Sozialgericht hat sie sich in verschiedensten Rollen für die Rechte der Menschen eingesetzt. Ihr besonderes Anliegen waren die Ortsteile Pulling und Achering, wo sie sich für lebendige und lebenswerte Strukturen stark machte. Ihre Mitwirkung bei den Freisinger Sozialverbänden und im SV Pulling sind weitere Belege für ihr Engagement.

In den drei Jahrzehnten als Stadträtin hat sie unzählige Sitzungen besucht, Beschlussvorlagen gelesen, Entscheidungen vorbereitet und Gespräche geführt. Mit Herzblut kümmerte sie sich 12 Jahre lang als Grünlandreferentin um die Beschäftigten der Stadtgärtnerei, der Stadtentwässerung und des Bauhofs. Sie war eine Ansprechpartnerin für alle, unabhängig von ihrer Herkunft oder sozialen Stellung. Ihr unermüdlicher Einsatz wurde von vielen gewürdigt. SPD-Kreisvorsitzender Andreas Mehltretter bezeichnete sie als bewundernswertes Vorbild und Anwältin für Menschen mit geringem Einkommen.

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Ein bleibendes Erbe

Heidi Kammlers Einfluss auf die Stadt und ihre Menschen wird nicht so schnell vergessen werden. Ihr offenes Ohr für die Sorgen anderer war legendär. Sie war die Art von Person, die man nicht nur respektierte, sondern auch liebte. Ihr soziales Engagement endete nicht mit ihrer politischen Karriere; sie blieb aktiv und setzte sich weiterhin für die Belange der Menschen ein, die in der Gesellschaft oft übersehen werden. Ihr Tod hinterlässt eine große Lücke, und die Stadt wird ihr Vermächtnis in Ehren halten.

Die SPD und die Stadt Freising danken Heidi Kammler für ihre herausragende politische und sozialpolitische Leistung, die uns alle inspiriert hat. In einer Zeit, in der soziale Gerechtigkeit oft zu kurz kommt, bleibt ihr Engagement eine Mahnung, dass es Menschen wie sie braucht, die für das Wohl aller eintreten. Freising wird dich vermissen, Heidi!

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