Heute ist der 28.04.2026
Die Gemeinde Nandlstadt trauert um ihren ehemaligen Bürgermeister Johann Rieder, der am 13. April 2026 im Alter von 90 Jahren verstorben ist. Rieder hinterlässt nicht nur eine Familie, die ihn über alles liebte, sondern auch einen bleibenden Eindruck auf die lokale Politik und die Landwirtschaft in der Region.
Johann Rieder wurde in Oberachtal im Chiemgau geboren und wuchs auf einem elterlichen Hof auf. Nach einer zweijährigen Lehre in der Landwirtschaft entschied er sich für ein Studium der Agrarwissenschaften in Weihenstephan. Seine Doktorarbeit, die sich mit der Messung der Bodendichte und Bodenfeuchte beschäftigte, zeugt von seinem tiefen Interesse an der Natur und den agrarischen Wissenschaften. In der Landesanstalt für Landwirtschaft in Weihenstephan arbeitete er im Referat für Grünlandwirtschaft und wurde als „Graserl-Doktor“ bekannt. Diese Bezeichnung steht für seine Expertise und seine unermüdlichen Bemühungen um die Verbesserung der Grünlandbewirtschaftung.
Politische Laufbahn und Vermächtnis
Seine politische Karriere als Bürgermeister für die Freien Wähler begann 1984, wobei seine Amtszeit auf eine Periode beschränkt war, da er seine Tätigkeit in Weihenstephan nicht aufgeben wollte. Sein Nachfolger, Jakob Hartl, verlieh ihm 2016 den Titel „Altbürgermeister“, eine Ehrung, die Rieder für seine Verdienste um die Gemeinde und die Region erhielt. Trotz seiner Rückkehr ins Privatleben blieb er ein geschätzter Berater und Ratgeber für viele in der Gemeinde.
Johann Rieder heiratete 1962 Anneliese Landes, mit der er vier Kinder – Hans, Thomas, Markus und Anette – großzog. Die Familie war für ihn ein wichtiger Anker, und er genoss es, Zeit mit seinen elf Enkelkindern und drei Urenkeln zu verbringen. Diese familiären Bindungen waren für ihn nicht nur Quelle der Freude, sondern auch der Inspiration, weiterhin für seine Gemeinde und die Landwirtschaft zu arbeiten.
Abschied und Trauerfeier
Der Trauergottesdienst findet am 29. April 2026 um 14 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Nandlstadt statt, gefolgt von der Urnenbeisetzung auf dem Friedhof. Freunde, Familie und Weggefährten sind eingeladen, sich von einem Mann zu verabschieden, der nicht nur ein Politiker, sondern auch ein Familienmensch und ein leidenschaftlicher Landwirt war.
Johann Rieder wird in bester Erinnerung bleiben, nicht nur für seine politischen Leistungen, sondern auch für seine unermüdliche Hingabe an die Landwirtschaft und seine Familie. Sein Erbe wird in den Herzen der Menschen, die ihn kannten, weiterleben und sein Einfluss auf die Gemeinde wird noch lange spürbar sein.