Heute ist der 28.06.2026 und wir blicken zurück auf eine bewegende Ansprache des Kardinals Reinhard Marx im Freisinger Mariendom. Dort sprach er am Samstag zu drei Weihekandidaten und den versammelten Priestern der Erzdiözese München und Freising. Die Atmosphäre war ehrfurchtgebietend, das Licht spielte sanft auf den Kirchenfenstern und die Stimmen der Anwesenden hallten leise durch den Raum. Marx forderte die Priester eindringlich auf, sich als Diener der Einheit zu begreifen. Ja, er sprach davon, dass es wichtig ist, den Blick nicht nur auf die zu richten, die regelmäßig zur Kirche kommen, sondern auch auf die, die am Rande stehen – und das sind viele.

„Todos, todos, todos“, zitiert er Papst Franziskus und bringt damit auf den Punkt, was seiner Meinung nach im Fokus stehen sollte: alle Menschen! Es sei an der Zeit, die Polarisierung zu überwinden und alle um den Tisch zu versammeln. In einer Welt, die oft von Konflikten und Spaltung geprägt ist, ist eine solche Botschaft umso wichtiger. Der Kardinal kritisierte das Polarisieren und rief dazu auf, niemanden auszuschließen. „Wir sind nicht nur für Katholiken verantwortlich“, betonte er, „sondern für alle Menschen.“ Auch die globalen Fragen von Krieg und Frieden fanden ihren Platz in seiner Rede, denn letztlich betrachtet Marx die Menschheit als eine große Familie.

Ein Dienst für die Einheit

Der Dienst der Einheit, so Marx, soll sichtbar machen, dass das Reich Gottes bereits angebrochen ist. „Der Geist Gottes führt zur Versöhnung und zum Frieden, nicht zur Spaltung“, stellte er klar. Diese Worte sind nicht nur leere Phrasen, sondern ein Aufruf zur Tat. Die Kirche sei nicht das Reich Gottes selbst, sondern ein Werkzeug, um dessen Werte zu verbreiten. Es geht nicht um die Zukunft der Kirche, sondern um die Zukunft der Menschen. Hier treffen seine Worte auf den historischen Kontext: Der Heilige Korbinian, der um 724 nach Freising kam und den christlichen Glauben predigte, hat den Grundstein für eine Kirche gelegt, die sich um die Menschen kümmern sollte.

Einige Priester, die an diesem Tag geweiht wurden, treten nun ihre ersten Kaplanstellen an. Martin Brenninger wird in Mühldorf am Inn tätig sein und seine Primiz am 5. Juli in Geisenhausen feiern. Jeong Stephan Hyunsu beginnt im Pfarrverband Partenkirchen-Farchant-Oberau und lädt am 28. Juni in München-Bogenhausen zur Primiz ein. Die Nachprimiz von Brenninger und Hyunsu ist für den 12. Juli in Partenkirchen angesetzt. Christian Elsen hat seine erste Kaplanstelle in Dachau und feiert seine Primiz am 28. Juni in München-Englschalking, während die Nachprimiz am 12. Juli in Aschau im Chiemgau stattfinden wird. Das ist nicht nur ein neuer Lebensabschnitt für diese jungen Priester, sondern auch ein Zeichen für die Gemeinschaft, die sie aufbauen wollen.

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Die Botschaft des Kardinals

Kardinal Marx hat an diesem Tag eindrucksvoll unterstrichen, dass die Kirche ein Ort der Begegnung sein sollte. Ein Ort, wo alle Menschen, unabhängig von ihrem Status oder Glauben, willkommen sind. Der Geist Gottes soll Menschen zusammenführen, versöhnen und Frieden stiften. Es ist ein Appell, der in diesen Zeiten mehr denn je Resonanz findet. Die Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht, sind enorm, und Marx’ Worte sind ein Lichtblick, ein Ermutigung, das Miteinander zu stärken und für eine solidarische Zukunft zu kämpfen.

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