In Eching, einem charmanten Ort in Bayern, bleibt die Arbeitsmarktzulage für pädagogische Fach- und Ergänzungskräfte in den gemeindlichen Kindertageseinrichtungen weiterhin bestehen. Diese Zulage von 200 Euro monatlich, die bei Vollzeitbeschäftigung gewährt wird, hat seit ihrer Einführung im November 2018 für viel Gesprächsstoff gesorgt. Der Finanzausschuss hat nun beschlossen, die Zulage bis zum 31. Dezember 2027 zu verlängern – ein Schritt, der einstimmig gefasst wurde, um die wertvollen Fachkräfte zu halten.

Allerdings schwingt auch eine gewisse Unsicherheit mit, denn die Gemeinde denkt über eine mögliche Abschaffung der Zulage nach. Dabei ist Eching Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband Bayern (KAV Bayern), der solche Zulagen ermöglicht, um den Personalbedarf zu decken oder qualifizierte Fachkräfte zu binden. Die Zulage, die als Ausnahme gedacht ist, soll nicht zu einer generellen Erhöhung der Tarifgehälter führen. Hier zeigt sich ein gewisses Spannungsfeld: Einerseits die Notwendigkeit, gute Fachkräfte an die Gemeinde zu binden, andererseits die finanziellen Überlegungen, die mit der Gewährung dieser Zulagen verbunden sind.

Die finanziellen Hintergründe

Die jährlichen Kosten für Eching belaufen sich auf rund 221.500 Euro. Davon entfallen etwa 88.500 Euro auf die Beschäftigten der gemeindlichen Kindertageseinrichtungen und rund 133.000 Euro auf die Fachkräfte in Einrichtungen freier Träger. Das ist kein Pappenstiel. Die Zulage wird auf Antrag der Beschäftigten gewährt und muss durch die jeweiligen Träger an die Gemeinde weitergeleitet werden. Über die Genehmigung entscheidet dann der Bürgermeister persönlich – eine Aufgabe, die ihm sicher nicht leichtfällt.

Ein Blick über die Grenzen Echings zeigt: Die Nachbargemeinden Hallbergmoos und Neufahrn gewähren ebenfalls Zulagen, allerdings nach unterschiedlichen Modellen und bis zum gleichen Stichtag. Christoph Gürtner von den Freien Wählern hat angeregt, dass die Bürgermeister der NordAllianz gemeinsam über eine Abschaffung der Zulage beraten. Bürgermeister Michael Steigerwald (CSU) ist bereits im Austausch – die Diskussion läuft also auf Hochtouren.

Der Blick in die Zukunft

Und was bringt die Zukunft? Laut einer Studie des Staatsinstituts für Frühpädagogik und Medienkompetenz (IFP) soll es spätestens ab 2029 in Bayerns Kindertagesstätten ausreichend Erzieherinnen und Erzieher geben. Im besten Fall könnte der Personalmangel sogar schon 2027 behoben sein – da kann man nur hoffen, dass die Prognosen stimmen! Seit 2015 ist die Zahl der Erzieher in Bayern um beachtliche 55 Prozent gestiegen. Ein echter Lichtblick, wenn man bedenkt, wie drängend das Thema in den letzten Jahren war.

Für die Zukunft plant Bayern, weiterhin um zusätzliche Kita-Fachkräfte zu werben und die staatliche Betriebskostenförderung um 280 Millionen Euro zu erhöhen. Gleichzeitig wurden jedoch kritische Stimmen laut, die die Entscheidung, direkte Familienzuschüsse zu streichen, anprangern – eine Entscheidung, die sicher nicht auf ungeteilte Zustimmung stößt. Hier zeigt sich, dass die Prioritäten oft heftig diskutiert werden müssen, um das Beste für die Kleinsten in unserer Gesellschaft zu erreichen.