Bayerisches Politikkarussell: Chaos und Machtspiele im AfD-Kreisverband Freising
Heute ist der 5.06.2026 und in Freising brodelt es gewaltig im Kreisverband der AfD. Die Wahlen um den neuen Kreisvorsitzenden haben nicht nur für frischen Wind, sondern auch für reichlich Zündstoff gesorgt. Richard Paukner, der ehemalige Chef, hat gegen die Wahl von Gerhard-Michael Welter Einspruch eingelegt. Das ganze Theater muss jetzt von einem Schiedsgericht entschieden werden. Man fragt sich, was da noch alles aufploppen wird – die interne Konflikte der AfD Freising scheinen kein Ende zu nehmen!
Waren die ersten Wellen an Streitigkeiten um die Bürgermeisterkandidatur in Moosburg noch harmlos, so hat sich die Lage inzwischen ordentlich zugespitzt. Paukner, der eine gemäßigtere Fraktion anführt, sieht sich einer Gruppe gegenüber, die Welter als „Patrioten“ unterstützt. Ein weiteres, pikantes Detail: Der Parteiaustritt von Ulrich Holzner, einem Stadtrat, hat die Spannungen im Kreisverband nur noch verstärkt. Als ob das nicht genug wäre, traten auch die beiden Schatzmeister des Kreisverbands zurück, nachdem die Jahresrechnung 2025 nicht sauber erstellt wurde. Ein richtiges Durcheinander!
Die Wahlen und ihre Folgen
Die Mitgliederversammlung, die Paukner für Ende Juni einberufen hatte, sollte eigentlich eine saubere Neuwahl bringen. Doch überraschenderweise wollte Paukner nicht erneut als Kreisvorsitzender kandidieren – wahrscheinlich hat er die Nase voll von dem ganzen Zirkus. Welter hingegen ließ sich nicht lange bitten und beantragte eine frühere Versammlung, die letztlich zu seiner Wahl führte. Paukner sieht das Ganze als einen klaren Regelverstoß an, da der alte Vorstand zuerst abberufen hätte werden müssen – das stand aber nicht auf der Tagesordnung. Man könnte sagen, hier wird mit harten Bandagen gekämpft.
Welter, der sich als rechtmäßig gewählter Vorsitzender sieht, hat klare Vorstellungen. Er will den Fokus auf Wachstum und Zusammenhalt im Kreisverband legen. Beide Lager, Paukner und Welter, betonen jedoch, dass die internen Streitigkeiten keinen Einfluss auf die Arbeit in der Kreistagsfraktion haben sollen. Ob das wirklich funktioniert, bleibt abzuwarten.
Paukner geht in den Landratswahlkampf
Ein interessanter Aspekt in all dem Durcheinander: Richard Paukner wurde als Landratskandidat nominiert und wird im März 2026 gegen die anderen Parteien antreten. Paukner, der 1961 in Freising geboren wurde und mit einer Vietnamesin verheiratet ist, hat einen bunten beruflichen Hintergrund – von Lkw-Mechaniker über Speditionskaufmann bis hin zu Disponent. Er ist seit 2018 in der AfD aktiv und will seine politische Arbeit vom Stadtrat auf die Kreisebene verlagern. Und das aus einem tiefen Gefühl der Enttäuschung über die Freien Wähler, die seiner Meinung nach in der Regierungsverantwortung versagt haben.
Seine Kritik ist nicht ohne Grund: Paukner sieht die dritte Startbahn für den Münchner Flughafen als ein Beispiel für versäumte Chancen. Er fordert, auf die Betreiber zuzugehen, um das Maximum für den Landkreis herauszuholen – schließlich soll der Luftfrachtverkehr zunehmen. Ein weiterer Punkt auf seiner Agenda: eine Überprüfung der Abläufe im Landratsamt und eine schnellere Bearbeitung der Finanzen. Wenn das mal nicht ordentlich nach „wir wollen was bewegen“ klingt!
Wie sich die Lage weiterentwickeln wird und ob die AfD Freising aus diesem internen Chaos gestärkt hervorgeht, bleibt spannend. Die nächsten Monate könnten für die Partei entscheidend sein – sowohl intern als auch in Bezug auf die bevorstehenden Wahlen. Man darf gespannt sein, wie sich die Fronten verschieben und ob Paukner die Wähler von sich überzeugen kann.
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