Heute ist der 22.05.2026 und während wir hier in Freising die ersten warmen Sonnenstrahlen genießen, werfen wir einen Blick auf den Aquapark in Moosburg – ein Ort, der einst ein beliebtes Naherholungsgebiet war, jetzt aber mehr und mehr in ein Dilemma gerät. Die Attraktionen, die einmal fröhliches Lachen und spritzige Freude hervorriefen, sind nun von einem Schatten der Vernachlässigung umgeben. Die Stimmung hier könnte kaum gegensätzlicher sein als die von vergnügten Familien, die in den Sommermonaten die Becken und Rutschen stürmen. Doch die Realität sieht anders aus.

Der Aquapark hat mit gravierenden Problemen zu kämpfen. Kioskpächter springen wie die Fliegen ab, und das führt zu einem unzureichenden Betrieb. Müll und Fäkalien – ja, richtig gelesen – sind auf dem Gelände keine Seltenheit mehr. Die Kiosk- und Sanitärgebäude sind verrammelt, Bauzäune stehen wie triste Mahnmale der misslichen Lage. Goran Marincic, der Chef der Evago-Gruppe, die den Aquapark besitzt, steht vor enormen Herausforderungen. Jährlich gibt das Unternehmen rund 100.000 Euro für Landschaftspflege, Müllentsorgung und Verkehrssicherungspflicht aus. Das frustriert nicht nur ihn, sondern auch viele Bürger, die sich fragen, warum die Besucher nicht mehr Verantwortung übernehmen.

Die Überlegungen um den Verkauf

Und dann kommt die Frage auf: Was passiert mit dem Aquapark? Evago ist bereit, den Aquapark für etwa sechs bis sieben Millionen Euro zu verkaufen. Ein Preis, der auf den ersten Blick vielleicht überzogen erscheint, aber die Bedenken sind groß. Christian Mohr, Geschäftsführer des Erholungsflächenvereins, äußert sich skeptisch zur finanziellen Machbarkeit eines Kaufs und der anschließenden Pflege des Geländes. Die ursprünglichen Entwicklungspläne, die dem Aquapark neues Leben einhauchen sollten, scheiterten schon früh – Genehmigungen blieben aus, Blockaden durch den Landrat taten ihr Übriges.

Zusätzlich zeigt sich auch Moosburgs Verwaltungschefin Evelyn Stadler überrascht über den möglichen Verkauf. Sie sieht die hohen Kosten für den Unterhalt und fragt sich, ob das überhaupt tragbar ist. Es wird über neue Gespräche mit den Eigentümern nachgedacht, um einen neuen Pächter zu finden. Irgendwie bleibt die Hoffnung, dass dieser Ort, der so viele schöne Erinnerungen birgt, nicht einfach in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.

Der Blick in die Zukunft

Es ist nicht nur der Aquapark, der hier ins Wanken gerät, sondern auch das gesamte Freizeitangebot in der Region. Was passiert, wenn ein solcher Ort, der vielen Menschen als Erholungsstätte dient, verschlossen bleibt? Die Gedanken um den Aquapark in Moosburg werfen Fragen auf, die über die Zukunft der Freizeitgestaltung hinausgehen. Vielleicht ist es an der Zeit, gemeinsam Lösungen zu suchen, um diesen Ort wieder zum Leben zu erwecken. Ein bisschen Mut, ein bisschen Einsatz und vielleicht eine Portion Kreativität – das wäre ein Anfang.

So stehen wir hier, am Rande eines Wassers, das einst sprudelte vor Leben und Freude. Ein Ort voller Potenzial, der aber mehr denn je auf Menschen angewiesen ist, die bereit sind, sich zu engagieren. Es bleibt also spannend, wie sich die Situation entwickeln wird – und ob wir bald wieder fröhliches Lachen statt leiser Betrübnis hören werden.