Wenn Tradition auf Innovation trifft: Tansanische Gäste entdecken den Aspachhof in Forchheim
Heute ist der 20.07.2026 und in Forchheim, wo Tradition auf Innovation trifft, haben sich jüngst Gäste aus Tansania eingefunden. Sie besuchen den Samenzuchtbetrieb Aspachhof, ein Ort, der nicht nur für seine Geschichte, sondern auch für seine beeindruckende Arbeit in der Landwirtschaft bekannt ist. Der Aspachhof, der seit 1902 innovative Getreidesorten züchtet, bietet eine beeindruckende Palette von 26 verschiedenen Getreidekulturen an. Das klingt doch schon mal spannend, oder?
Die Delegation gehört zum evangelischen Dekanat Sawe, dem Partner des Dekanates Muggendorf-Forchheim. Ein besonderes Highlight dieses Besuchs war die Spende von Evelin Streng, der Mutter des Betriebsinhabers Dr. Stefan Streng, für den Ausbau einer Handwerkerschule in Sawe. Das zeigt, wie eng die Verbindung zwischen den beiden Regionen ist und wie wichtig Bildung für die kommende Generation ist.
Einblicke in die Zuchtarbeit
Dr. Stefan Streng selbst ließ es sich nicht nehmen, den Besuchern die Zuchtarbeit näherzubringen. Es ist nicht nur eine Wissenschaft, sondern auch eine Kunst – die Kreuzung von Weizensorten, die viel Handarbeit erfordert. Man kann sich das kaum vorstellen: Der gesamte Befruchtungsprozess dauert nur fünf bis zehn Minuten, doch das wird 750 Mal im Jahr wiederholt. Und von der Befruchtung bis zur Vermarktungsreife – da vergehen schon mal 12 bis 15 Jahre! Was für ein Geduldsspiel!
Jährlich verlassen 800 Tonnen Getreide höchster Qualität den Hof. Das ist nicht nur eine Zahl, das sind jede Menge Brötchen, Brot und vieles mehr, die aus dieser hochwertigen Ernte entstehen. Es wird auch auf moderne Technologien gesetzt, wie Drohnen und elektronische Maschinen, die das Leben auf dem Hof erleichtern und die Effizienz steigern.
Landwirtschaft im Klimawandel
Die Gäste aus Tansania, darunter Emanuel Kimaro und Ndossa Elifinya, bringen eine ganz eigene Perspektive mit. Sie haben eine tiefe Beziehung zur Landwirtschaft und sind besonders besorgt über die Auswirkungen des Klimawandels. Das Thema steht im Zentrum des Besuchsprogramms, das neben der Samenzucht auch Rinder- und Schafhaltung, Kirschenanbau und Plantagen mit Spargel, Erdbeeren und Erdnüssen umfasst. Das alles zeigt, wie vielschichtig die Landwirtschaft sein kann, auch in Zeiten, in denen man sich um das Klima sorgt.
Begleitet wurden die Besucher von Pfarrerin i.R. Renate und Dr. Wolfgang Topf, die seit 2012 regelmäßig nach Tansania reisen. Ihre Erfahrungen und Geschichten aus der Heimat der Gäste fließen sicherlich in die Gespräche ein. Das Leben im Alter und die Herausforderungen in der Landwirtschaft sind Themen, die alle Generationen betreffen und über die man sich austauschen sollte.
Solche Begegnungen sind wichtig, um den Horizont zu erweitern und Verständnis füreinander zu schaffen. Der Austausch über landwirtschaftliche Praktiken ist nicht nur lehrreich, sondern auch eine Möglichkeit, gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu finden. Das Herz der Landwirtschaft schlägt in den Händen der Menschen, die Tag für Tag ihr Bestes geben.
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