Heute ist der 16.05.2026 und in Pinzberg, einem kleinen Ort in der Nähe von Forchheim, hat sich ein bemerkenswerter Vorfall ereignet. Bei Feldarbeiten stießen aufmerksame Zeugen auf eine gefährliche Entdeckung: eine Panzergranate aus dem Zweiten Weltkrieg mit einer Größe von etwa 40 Zentimetern. Ein Fund, der nicht nur die Geschichte, sondern auch die gegenwärtige Sicherheit in der Region auf den Kopf gestellt hat. Um 19.15 Uhr informierte der Finder den polizeilichen Notruf, und die Situation nahm ihren Lauf.

Die Einsatzkräfte der Polizei Forchheim machten sich sofort auf den Weg, um den Fundort zu überprüfen. Dabei wurde schnell klar, dass die Granate nicht einfach abtransportiert werden kann. Spezialisten aus Mittelfranken waren vor Ort und bestätigten, dass nur eine kontrollierte Sprengung der gefährlichen Munition vor Ort möglich sein würde. Ein schauriger Anblick, der die Anwohner in Alarmbereitschaft versetzte.

Evakuierung und Sicherheitsmaßnahmen

In der Folge mussten 32 Bewohner der Gemeinde Pinzberg ihre Häuser verlassen. Eine Evakuierung im Umkreis von 200 Metern um den Fundort wurde angeordnet. Die evakuierten Personen fanden vorübergehenden Unterschlupf im Feuerwehrhaus in Pinzberg, wo sie durch die örtlichen Einsatzkräfte betreut wurden. 13 von ihnen nutzen das Betreuungsangebot, während andere bei Freunden unterkamen oder sich auf ein Schützenfest in der Gemeinde begaben – eine Art Ablenkung in dieser angespannten Situation.

Die Bahnlinie zwischen Forchheim und Ebermannstadt ist ebenfalls im betroffenen Teilstück gesperrt. Eine weitere Erinnerung daran, wie schnell das alltägliche Leben durch solche unerwarteten Ereignisse auf den Kopf gestellt werden kann. Die kontrollierte Sprengung der Granate ist für kurz nach Mitternacht geplant – ein Moment, auf den viele gespannt warten.

Ein Blick auf die Panzergranate 39

Aber was genau war das für eine Granate, die die Gemüter so aufwühlte? Es handelt sich um die Panzergranate 39, auch bekannt als APCBC-HE-T – eine Kombination aus panzerbrechender Wirkung und explosiven Eigenschaften. Diese Granate besteht aus einem gehärteten panzerbrechenden Wirkkörper, der von einer Kappe aus weicherem Material umgeben ist. Diese Kappe dämpft den Aufprallschock und schützt den eigentlichen Wirkkörper, während eine ballistische Haube die Aerodynamik optimiert.

Die Wirkung auf die Panzerung erfolgt durch kinetische Energie, während eine kleine Menge Sprengstoff im Inneren nach Durchdringen der Panzerung explodiert. Das Ganze ist ein faszinierendes Beispiel für die Ingenieurskunst des Zweiten Weltkriegs, aber auch ein gefährlicher Fund, der uns daran erinnert, dass die Vergangenheit manchmal auf unliebsame Weise in die Gegenwart eindringt.

Die verschiedenen Versionen der Granate, wie die 7,5-cm-PzGr 39/42 mit zwei Führungsbändern oder die verbesserte 8,8-cm-Version PzGr 39-1, zeigen, wie sehr die Konstruktionen weiterentwickelt wurden. Auch der Hinweis auf die Verwendung von Sintereisen in den Führungsbändern ist interessant – eine Antwort auf Rohstoffverknappungen damals.

Die Kontrolle über die explosive Zeitbombe, die hier in Pinzberg gefunden wurde, liegt nun in den Händen der Experten, die für die Sprengung verantwortlich sind. Die Anwohner hoffen, dass sie bald wieder in ihre Häuser zurückkehren können, und dass dieser schaurige Vorfall schnell ein Ende findet.