In Forchheim, wo die Luft nach frischem Gras und Sommer duftet, wurde vor zwei Wochen der Stadtpark zum Schauplatz eines ganz besonderen Kulturaustauschs. Die Sechstklässler der Ritter-von-Traitteur-Mittelschule hatten die Ehre, die Jugendgruppe „Sosolya“ aus Uganda zu empfangen. Ein Ereignis, das nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer und Eltern in Aufregung versetzte. Ziel des Treffens war es, Begegnungen zu schaffen und Offenheit zu fördern – eine Mission, die in Zeiten wie diesen wichtiger denn je ist.

Die Jugendlichen aus Uganda brachten mit ihren Kennenlern- und Teambuildingspielen eine vertrauensvolle Atmosphäre ins Spiel. Hier wurde nicht nur geredet, sondern auch getanzt und musiziert. Trommelrhythmen hallten durch den Park, während die Schüler zum Mitmachen ermutigt wurden. Es schien, als ob die Musik die Sprachbarrieren überwinden konnte. Der Vormittag endete mit einer spannenden Abschlussrunde, in der die Sechstklässler Fragen an ihre ugandischen Gäste stellten. Themen wie der Schulalltag in Uganda, das Leben im Einklang mit der Natur und der Schutz der Regenwälder sorgten für angeregte Gespräche.

Kulturelle Vielfalt und Nachhaltigkeit im Fokus

Die Ritter-von-Traitteur-Mittelschule hat sich nicht umsonst den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verliehen. Der Besuch der ugandischen Gruppe war Teil des Bildungsauftrags, Vorurteile abzubauen und Kulturen hautnah zu erfahren. Das, was die Schüler hier erlebten, hinterließ einen bleibenden Eindruck – eine Art von Wissen, das man nicht in Büchern findet. Es war ein Tag, der in Erinnerung bleiben wird, und der die Herzen aller Anwesenden berührte.

Doch der interkulturelle Austausch in Deutschland hört hier nicht auf. Im Zeitraum vom 22. bis 26. September 2025 findet an der Neuen IGS Göttingen ein Uganda-Projekt statt. Hier stehen Themen wie Kultur, Nachhaltigkeit, Vielfalt und Antirassismus auf der Agenda. Begleitet wird das Projekt vom Uganda-Projektteam der ENDASI-Foundation. An den ersten Tagen wird der Fokus auf Kennenlernen gelegt. Die Schüler erhalten Informationen über Uganda, seine Menschen, die Musik und die Kultur. Trommelrhythmen und Tanzschritte bringen die Klasse zum Schwingen.

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In den kommenden Tagen wird es kreativ: Workshops zum Thema Upcycling und Ressourcenbewusstsein stehen auf dem Programm. Alte Materialien wie CDs und Dosen werden zu neuen Alltagsgegenständen umfunktioniert. Ein ganz besonderes Highlight sind die Videokonferenzen mit einer Schulklasse in Uganda – so wird der Austausch über Ländergrenzen hinweg lebendig. Die Themen Vielfalt, Privilegien und Antirassismus werden nicht nur diskutiert, sondern auch aktiv erfahrbar gemacht. Die Schüler lernen, ihre eigenen Privilegien zu hinterfragen und sich in andere Perspektiven hineinzuversetzen.

Eine Woche voller Emotionen und Begegnungen

Der letzte Tag des Projekts wird dann in der Sporthalle gefeiert. Hier präsentieren die Schüler ihre Tänze, zeigen selbst gestaltete Produkte und teilen ihre Erkenntnisse mit den Anwesenden. Der Verkauf landestypischer Produkte aus Uganda rundet das Event ab – und das, ganz modern, mit Zahlungsmöglichkeiten wie PayPal, was zeigt, wie vernetzt wir in dieser globalisierten Welt sind. Es ist eine Woche, die viel mehr ist als nur Unterricht; es ist Lernen durch Begegnung, Bewegung und Emotion.

In einer Zeit, in der Rassismus und Vorurteile oft an der Tagesordnung sind, sind solche Austauschprojekte von immenser Bedeutung. Sie helfen, ein Bewusstsein für kulturelle Vielfalt zu schaffen und fördern den Dialog zwischen jungen Menschen aus unterschiedlichen Ländern. Die Erfahrungen, die die Schüler in Forchheim und Göttingen sammeln, werden weit über die Schulzeit hinaus wirken – und uns alle ein Stück näher zusammenbringen.

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