Am 9. Mai 2026 fand in Forchheim die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr statt – ein Event, das nicht nur für die Mitglieder selbst, sondern auch für die gesamte Gemeinde von Bedeutung ist. Vorsitzender Josua Flierl begrüßte unter anderem Oberbürgermeisterin Martina Hebendanz, Landrat Hanngörg Zimmermann und den Bundestagsabgeordneten Thomas Silberhorn. Mit einem feierlichen Gedenken an die verstorbenen Mitglieder begann die Versammlung, ein Moment, der alle Anwesenden zusammenschweißt.
Flierl nutzte die Gelegenheit, um über das bemerkenswerte Engagement der Feuerwehrmitglieder zu berichten. „Ehrenamt ist nicht nur ein Wort, sondern eine Haltung“, könnte man sagen. Und das Engagement der Freiwilligen zeigt sich nicht nur im täglichen Dienst, sondern auch in einem spannenden Weltrekordversuch, der im Dezember stattfand. 112 Kilometer in persönlicher Schutzausrüstung (PSA) sollten zurückgelegt werden – am Ende wurden es respektable 105,1 Kilometer. Ein großes Dankeschön ging an alle Helfer, insbesondere an den ASB Forchheim sowie die Feuerwehren entlang der Kanalroute und das Hauptsponsor, das Autohaus Thurn.
Tradition trifft auf Innovation
Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war das Annafest. Der Weinstadl hat sich zur wichtigsten Einnahmequelle entwickelt und konnte in diesem Jahr stolze 7.400 Euro an das Kinder- und Jugendhospiz Sternenzelt spenden. Das zeigt, dass die Feuerwehr nicht nur im Einsatz, sondern auch in der Gemeinschaft fest verankert ist.
Ein Highlight der Versammlung war die Vorstellung des neuen Vereinsbusses „Hansi 2.0“, der mit einer Investition von 50.000 Euro aus eigenen Mitteln angeschafft wurde. Hier zeigt sich der Weitblick der Feuerwehr, die nicht nur auf Traditionen setzt, sondern auch in die Zukunft investiert.
Kommandant Jürgen Mittermeier berichtete von einem arbeitsreichen Jahr 2025. Mit insgesamt 296 Einsätzen, darunter drei Großbrände und neun Tierrettungen, haben die Feuerwehrleute beachtliche 5.557 Mannstunden geleistet. Die Zahl der Übungen war mit 7.725 Stunden ebenfalls bemerkenswert. Es ist klar, dass hier eine starke Gemeinschaft am Werk ist, die sich nicht scheut, auch in schwierigen Situationen zu helfen.
Ehrungen und Auszeichnungen
Die Versammlung war auch ein Anlass, viele verdiente Mitglieder zu ehren. 46 Feuerwehrleute wurden für ihre 10- und 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Besonders hervorzuheben sind die ehrwürdigen 40 Jahre von Konrad Hofstätter, Bertram Kämpf, Dieter Pöhlmann und die 50 Jahre, die Klaus Sreball, Klaus Horsch, Werner Horsch und Hans-Joachim Heim auf dem Buckel haben. Sie alle haben durch ihre Treue und ihr Engagement das Fundament der Feuerwehr gelegt.
Nicht zu vergessen sind die beiden Weltrekordhalter Kai Steinbrenner und Daniel Marschner, die für ihre Leistungen das Deutsche Feuerwehr-Ehrenzeichen in Bronze erhielten. Ihre Geschichten sind inspirierend und zeigen, wie viel man erreichen kann, wenn man zusammenarbeitet.
Die Versammlung endete mit musikalischer Begleitung durch die Feuerwehrkapelle, die für die richtige Stimmung sorgte. Ein schöner Abschluss, der die Verbundenheit und den Gemeinschaftsgeist der Feuerwehr Forchheim widerspiegelt. Die Feuerwehr ist mehr als nur eine Einsatzorganisation; sie ist ein wichtiger Teil der Gesellschaft, der Tradition und Moderne in Einklang bringt.
