Heute ist der 10.05.2026 und die Stadt Erlangen scheint noch ganz im Bann des gestrigen DSDS-Finales zu stehen. Menowin Fröhlich hat nach 16 Jahren, in denen er einige Höhen und vor allem viele Tiefen durchlebt hat, tatsächlich die RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen. Es war ein bewegender Moment, als er im Studio 53 in Köln-Ossendorf, kurz vor Mitternacht, unter einem Goldregen zusammenbrach und in die Arme von Dieter Bohlen weinte. Dieser Sieg, so beschreibt er es, ist der Abschluss eines Kapitels in seinem Leben – ein Kapitel, das von seinen Kämpfen mit Drogen, Alkohol und den Schatten der Vergangenheit geprägt war.

Fröhlich, mittlerweile 38 Jahre alt und bald zum neunten Mal Vater, reflektiert über seinen Werdegang. 2010 war er als Favorit ins Finale gegangen, aber die Umstände führten dazu, dass er gegen Mehrzad Marashi verlor. Damals war sein Leben ein einziger Strudel aus Skandalen und Gefängnisaufenthalten. „Ehrlich gesagt, ich hätte auch gewinnen können, aber ich glaube nicht, dass ich heute noch leben würde, wenn das geschehen wäre“, gibt er zu. Es ist eine bittere, aber auch ehrliche Erkenntnis, die zeigt, wie weit er gekommen ist.

Ein neuer Weg

Menowin hat in den letzten Jahren viel an sich gearbeitet. Er besucht eine Therapie, um seine persönlichen Probleme anzugehen, und möchte anderen zeigen, dass man nach Rückschlägen wieder aufstehen kann. Seine Partnerin Ronja, mit der er seit 18 Jahren bekannt und seit letztem Jahr ein Paar ist, spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie erwarten ihr erstes Kind im August und haben sich gegenseitig die Namen tätowiert – ganz ohne die klassischen Verlobungsringe. „Wir sind eine Familie, die zusammengewachsen ist“, sagt er mit einem Lächeln.

Im Finale, das auch von Stars wie David Garrett und Dieter Bohlen begleitet wurde, performte Fröhlich den Hit „Billie Jean“ von Michael Jackson sowie seinen eigenen Song „Mercy On Me“. Seine neue Einstellung, mehr Ruhe und Freude am Performen, war deutlich zu spüren. „Ich will einfach nur Spaß haben und den Menschen etwas geben“, so der frischgebackene Sieger. Constance Dizendorf aus Böblingen wurde Zweite und Tyrell Hagedorn Dritter – beide 19 Jahre alt und voller Träume.

Ein Blick in die Zukunft

Mit einem Plattenvertrag und 100.000 Euro in der Tasche blickt Menowin optimistisch in die Zukunft. Im kommenden Jahr wird er erneut bei DSDS antreten – zum dritten Mal, nachdem er 2005 und 2010 bereits dabei war. Die nächste Staffel verspricht, spannend zu werden, mit Dieter Bohlen, Isi Glück und Bushido in der Jury. „Ich gehe mit einer neuen Einstellung auf die Bühne“, sagt er, und man merkt, dass es nicht nur um den Sieg geht, sondern um die Chance, sich selbst neu zu erfinden.

Wie oft hat man gehört, dass man aus seinen Fehlern lernen sollte? Fröhlich ist der lebende Beweis dafür, dass es möglich ist, trotz aller Rückschläge wieder aufzustehen und einen neuen Weg zu finden. Vielleicht ist das der wahre Gewinn, den er aus seiner Reise mitnimmt. Die Zuschauer sind gespannt, wie es weitergeht, und die Geschichte von Menowin Fröhlich bleibt eine, die berührt und inspiriert.