Heute ist der 17.07.2026 und in Erlangen-Höchstadt sorgt ein ganz besonderes Ereignis für Aufregung: Ein Nest mit drei Fischadler-Küken wurde auf einem Strommast des Bayernwerks entdeckt. Man kann sich vorstellen, wie die Umweltexperten und Biologen des Bayernwerks vor Freude in die Hände geklatscht haben. Fischadler sind schließlich in der Roten Liste gefährdeter Brutvögel Bayerns als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft, und der Brutvogel ist in Bayern nur an wenigen, ganz speziellen Orten verbreitet.

Das Vorhandensein dieser majestätischen Vögel wird von Bayernwerk als „ökologische Sensation“ bezeichnet. Das Unternehmen zeigt sich begeistert über diesen glücklichen Umstand. Die Untere Naturschutzbehörde Erlangen-Höchstadt und die Höhere Naturschutzbehörde der Regierung Oberfranken informierten Bayernwerk über das Nest, und prompt wurde ein Team von Umweltexperten ins Leben gerufen, um die Küken zu beringen. Ein gewisser Alexander Dürst, Servicetechniker beim Bayernwerk, hat sich in schwindelerregende Höhen gewagt, um die Küken auf den Boden zu bringen. Er stieg gesichert auf den Mast und setzte die kleinen, flauschigen Geschöpfe in einen Seesack – ein echter Held!

Beringung der Küken

Die Küken, die zu dem Zeitpunkt etwa drei bis vier Wochen alt waren, wurden gewogen, vermessen und erhielten ihren ersten Ring von der Vogelwarte sowie einen individuellen Kennring. Das Besondere: Der individuelle Kennring wird je nach Brutplatz an einem anderen Bein befestigt – bei mir würde das die Frage aufwerfen, ob ich einen neuen Style brauche! Aber Spaß beiseite, die Wissenschaftler erhoffen sich durch diese Maßnahme wertvolle Erkenntnisse über die späteren Brutplatzpräferenzen der Vögel. Schließlich können die Ringe dabei helfen, die Vögel zu identifizieren und ihre Ausbreitung sowie Brutgewohnheiten zu beobachten.

Das Brutpaar wird im Rahmen eines Artenhilfsprojekts für Fisch- und Seeadler von Ehrenamtlichen beobachtet. Das ist nicht nur eine tolle Sache für die Vögel, sondern auch für die Natur insgesamt. Interessanterweise dürfen die Fischadler auf dem Hochspannungsmast bleiben – eine Entscheidung, die für die Stromversorgung keinerlei Probleme darstellt. Der genaue Ort des Nests bleibt jedoch geheim, um die Tiere vor Störungen durch Menschen zu schützen. Es gibt schließlich genug Risiken, die diesen majestätischen Vögeln drohen, wie menschliche Aktivitäten, Biozide, Schwermetalle oder Kahlschlag.

VeloCore Medium

Engagement für den Vogelschutz

Ein weiteres interessantes Detail: WEMAG unterstützt seit vielen Jahren den Vogelschutz mit finanziellen Mitteln. Gelder fließen in Projekte wie die Aufstellung von Ausweichmasten mit Nisthilfen, die Installation von Vogelschutzhauben oder die Verwendung roter Vogelwarnkugeln, die Schwäne, Störche und Gänse vor Leiterseilen warnen. Jährlich werden bis zu zehn neue Ausweichmasten aufgestellt, um die Natur und die Stromversorgung in Einklang zu bringen. Schließlich kann der Nestbau nicht nur zu Kurzschlüssen und Stromausfällen führen, sondern stellt auch eine Verletzungsgefahr für die Tiere dar.

Die Population der Fischadler entwickelt sich zwar moderat, aber es gibt Hoffnung. Ehrenamtliche Vogelschützer kümmern sich um über 50 Horste im WEMAG-Netzgebiet! So wird das Beringen der Vögel, das üblicherweise in einem Zeitfenster von etwa zwei Wochen stattfindet, auch in diesem Jahr durchgeführt. Der Beginn hat sich allerdings aufgrund des langen Winters etwas verzögert. Torsten Marczak, ein ehrenamtlicher Landeskoordinator für Fischadler und Wanderfalken, hat hier alle Hände voll zu tun.

Was bleibt, ist die Freude über die Entdeckung dieser Fischadler-Küken und das Engagement der Menschen, die sich für ihren Schutz einsetzen. Ein kleines Stück Hoffnung für die Natur und eine Erinnerung daran, wie wichtig der Schutz unserer tierischen Mitbewohner ist. Also, wenn ihr mal einen Strommast seht, denkt daran: Vielleicht nistet dort gerade ein Fischadler!

Unsere neue VeloCore-Plattform vereint mehrere zentrale Stärken: hervorragende Ladezeiten, hohe Datenschutzstandards und eine wartbare, redaktionell skalierbare Architektur. Die Umsetzung durch Daniel Wom schafft damit eine zukunftssichere und qualitativ hochwertige Basis für unser Magazin.