Das Emil-von-Behring-Gymnasium in Spardorf hat jüngst einen wichtigen Meilenstein erreicht: Das Richtfest für den Neubau wurde gefeiert. Im Rahmen dieser feierlichen Zeremonie waren zahlreiche Vertreter aus Politik, Schule, Verwaltung sowie Planung und Handwerk anwesend. Landrat Alexander Tritthart hob die immense Bedeutung dieses Projekts für die Bildungslandschaft des Landkreises Erlangen-Höchstadt hervor. Die Bauarbeiten, die im November 2024 begonnen wurden, kommen zügig voran und sind nun in der Phase des Ausbaus der technischen Gewerke und der Gestaltung der Holz-Pfosten-Riegel-Fassade, wie Fraenkischer Tag berichtete.
Der Neubau mit einer beeindruckenden Nutzungsfläche von rund 8830 Quadratmetern wird als sechsgeschossiger Holzhybridbau errichtet, der durch eine markante Holzfassade besticht und offene Lernlandschaften schaffen wird. Ein nachhaltiges Energiekonzept, das unter anderem Photovoltaik auf dem Gründach und moderne Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung beinhaltet, verspricht nicht nur eine umweltfreundliche Nutzung, sondern auch einen vorausschauenden Umgang mit Ressourcen.
Gestaffelte Lernräume für alle Altersstufen
Der Neubau sieht eine durchdachte Raumaufteilung vor: Im Sockelgeschoss werden eine Pausenhalle, Fachräume für Kunst und Informatik sowie ein Raum für die Schülermitverantwortung (SMV) untergebracht. Das Erdgeschoss bietet neben einer zweiten Pausenhalle Verwaltungsräume und ein Oberstufencafé. In den oberen Etagen finden sich Lernlandschaften, die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler ermöglichen, und die spezielle Räume für die Fächer Sprachen, Geistes- und Naturwissenschaften berücksichtigen, wie die Informationen von Evangelisches Bildungszentrum zeigen.
Besonders hervorzuheben ist die zweistöckige Bibliothek, die im ersten und zweiten Obergeschoss als Herzstück der Schule, die den Schülern zahlreiche Möglichkeiten für individuelles Lernen und Arbeiten bieten wird. Auch die Mensa des bisherigen Gebäudes bleibt erhalten, was für viele Schüler eine willkommene Kontinuität darstellt. Die Fertigstellung des neuen Schulgebäudes ist für den Schuljahresbeginn 2027 geplant, was alle Beteiligten bereits mit Vorfreude erwarten.
Ein Blick in die Zukunft
Im Kontext der deutschlandweiten Herausforderungen in der Bildungsinfrastruktur, die von der KfW auf einen Investitionsrückstand von 54,8 Milliarden Euro beziffert wird, ist das Projekt in Spardorf ein positives Signal. Baukonzerne wie Porr setzen verstärkt auf nachhaltige und energieeffiziente Lösungen in der Schularchitektur, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Diese Bemühungen zeigen sich nicht nur im Neubau des Emil-von-Behring-Gymnasiums, sondern auch in zahlreichen weiteren beispielhaften Projekten, die moderne Bildungsstätten schaffen, wie Allgemeine Bauzeitung berichtet.
So bleibt zu hoffen, dass der Neubau nicht nur ein architektonisches Highlight wird, sondern auch einen Ort des Lernens und der kreativen Entfaltung für die zukünftigen Generationen bietet. Schulleiterin Nora Leykamm zeigte sich erfreut über den Fortschritt der Bauarbeiten und sieht der Eröffnung mit großer Zuversicht entgegen. Ein gutes Händchen nicht nur bei den Planungen, sondern auch in der gesamten Durchführung war hier gefragt, um den Schülerinnen und Schülern ein optimales Lernumfeld zu bieten.
