Heute ist der 20.04.2026 und die Stadt Erlangen-Höchstadt trauert um eine herausragende Persönlichkeit. Prof. Dieter Seitzer, der Gründungsdirektor des Fraunhofer Instituts für Integrierte Schaltungen, ist im Alter von 92 Jahren verstorben. Seitzer gilt als Pionier der Mikroelektronik und hat die Technologielandschaft in Deutschland maßgeblich geprägt. Er war nicht nur Träger des Goldenen Ehrenrings der Stadt Erlangen, sondern auch ein leidenschaftlicher Wissenschaftler, der bis zum Ende seiner Tage für Innovationen brannte.
Seitzer, der 1952 als Bester seines Abitur-Jahrgangs in Baden-Württemberg abschloss, studierte Nachrichtentechnik und arbeitete kurze Zeit später im IBM-Forschungslabor in der Schweiz. Dort forschte er im Bereich „computer related communications“. 1970 folgte er dem Ruf auf den Lehrstuhl für Technische Elektronik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wo er bis 1998 wirkte. In dieser Zeit gründete er 1983 das Zentrum für Mikroelektronik, aus dem die heutige Fraunhofer Einrichtung hervorging.
Ein Leben für die Wissenschaft
Seitzer gilt als geistiger Vater des Innovations- und Gründerzentrums (IGZ), das 1987 eingeweiht wurde. Sein Engagement für den Technologietransfer verknüpfte Wissenschaft und Wirtschaft auf vorbildliche Weise und brachte zahlreiche Auszeichnungen mit sich, darunter den Bayerischen Verdienstorden und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Besonders bemerkenswert ist, dass seine Forschungsarbeiten in der Audiocodierung entscheidend zur Entwicklung des MP3-Formats führten, welches die Musikindustrie revolutionierte.
Seitzer führte den FAU-Lehrstuhl 28 Jahre lang und legte den Grundstein für die „International Audio Laboratories Erlangen“, in denen heute Spitzenwissenschaftler aus aller Welt an Audiotechnologien arbeiten. Sein Lebenswerk wird nicht nur in Erlangen, sondern auch weit über die Stadtgrenzen hinaus geschätzt und gewürdigt. Im Juli 1998 wurde ihm der Goldene Ehrenring der Stadt verliehen, ein Zeichen der Dankbarkeit für sein unermüdliches Wirken.
Neues aus der Stadt
Doch während die Stadt um den Verlust von Prof. Seitzer trauert, gibt es auch wichtige Neuigkeiten aus Erlangen. Die Stadt hat eine neue Allgemeinverfügung zum Schutz von Igeln erlassen, um die heimische Tierwelt zu bewahren. Mähroboter dürfen zwischen 19:00 und 8:00 Uhr nicht eingesetzt werden, und Gartenbesitzer sind angehalten, vor dem Einsatz von Freischneidern und Rasentrimmern auf Igel zu kontrollieren. Diese Maßnahmen sind wichtig, da der Westeuropäische Braunbrustigel seit 2016 auf der Vorwarnstufe der Roten Liste steht und ab 2024 international als potenziell gefährdete Art geführt wird.
Für alle werdenden und jungen Eltern findet am Samstag, 25. April, der Infotag „1-2-3 FAMILIE!“ im Landratsamt statt. Hier gibt es Informationen zu Schwangerschaft, Geburt, Gesundheit und Erziehung, während die Kleinen durch Mitmachangebote beschäftigt sind. Der Eintritt ist frei, und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Ein weiteres Highlight im Veranstaltungskalender ist die Fahrradtour „Rädli“ am Freitag, 1. Mai. Hier können sich Teilnehmer auf eine abwechslungsreiche Strecke freuen, und es gibt eine Verlosung mit Preisen, darunter ein Mountainbike. Die Startunterlagen sind von 9:00 bis 16:00 Uhr an acht Ausgabestellen erhältlich.
Zu guter Letzt sei erwähnt, dass die östlichen Richtungsfahrbahnen der Werner-von-Siemens-Straße wieder für den Verkehr freigegeben sind, während die Gegenfahrbahn in Richtung Süden bis 30. April gesperrt bleibt. Auch der Moosweg in Dechsendorf wird bis Ende Mai und der Rodensteinweg in Büchenbach bis 1. August nicht befahrbar sein.