Heute ist der 26.10.2026 und in Erding hat sich die Stimmung ein wenig aufgehellt, aber die Neuigkeiten aus der Welt des Renovierungsdiskontes Tedox werfen dennoch einen Schatten über die Region. Die Kette, die deutschlandweit etwa 120 Märkte betreibt und rund 3.000 Mitarbeitende beschäftigt, hat angekündigt, mehrere ihrer Filialen zu schließen. Das betrifft nicht nur große Städte, sondern auch kleinere Orte hier in Bayern.

In den letzten Monaten wurden bereits Filialen in Hof, Erding, Beckum und Lugau geschlossen. Nun stehen auch die Schließungen in Ingolstadt und Cham an, die für Ende Oktober 2026 und September 2027 angekündigt wurden. Besonders die Schließung in Cham hat für Aufregung gesorgt, da Tedox-Prokurist Thomas Hürter wirtschaftliche Gründe angibt. Merkwürdigerweise scheint die Schließung in Mülheim an der Ruhr nicht auf das Unternehmen zurückzuführen zu sein – laut Hürter hatte Tedox keinen Grund, den Standort aufzugeben.

Geplante Schließungen und Räumungsverkäufe

Die Schließungen gehen einher mit Rabattaktionen: In Ingolstadt, Eckernförde und Mülheim an der Ruhr gibt es Räumungsverkäufe mit satten 30 Prozent Rabatt. Wer noch schnell seine Renovierungspläne umsetzen möchte, kann sich hier vielleicht das ein oder andere Schnäppchen sichern. Außerdem ist die Filiale in Erding, die am 22. August 2026 geschlossen wurde, bereits Geschichte. Das lässt einen doch ein wenig unruhig zurück, wenn man bedenkt, wie viele Menschen auf diese Märkte angewiesen sind.

Doch die Schließungen sind nicht nur ein lokales Phänomen. Der gesamte Bau-, Heimwerker- und Einrichtungssektor steht unter Druck. Die Krise in der Bauwirtschaft, gestiegene Kosten und gesunkene Kaufkraft setzen den Unternehmen zu. Laut dem ifo-Institut schätzten im Frühjahr rund 17,4 Prozent der befragten Einzelhandelsunternehmen ihre Lage als existenzbedrohend ein. Es ist kein Wunder, dass auch andere Ketten wie Hellweg, BayWa Bau & Garten und Depot Filialen schließen oder Räumungsverkäufe durchführen.

Ein Lichtblick am Horizont?

Doch nicht alles ist düster! In Borken-Gemen, Nordrhein-Westfalen, wird ein neuer Tedox-Markt eröffnet, dessen Eröffnung für das Frühjahr 2027 geplant ist. Das klingt doch nach einer kleinen Hoffnungsschimmer für die Fans des Renovierungsdiskontes! Vielleicht ist es ein Zeichen, dass Tedox nicht gänzlich aus dem stationären Handel zurückziehen möchte. Immerhin bleibt die Kette mit ihren 125 Standorten in Deutschland weiterhin aktiv.

Die Situation bleibt spannend. Ob man nun die Schließungen bedauert oder die neuen Eröffnungen als Chance sieht, liegt wohl im Auge des Betrachters. Jedoch, keine Frage, für die Betroffenen ist es ein schmerzhafter Prozess, der vielen in der Region zu schaffen macht. Die Frage bleibt: Wie wird sich das Filialnetz in den kommenden Jahren entwickeln?