Am Kronthaler Weiher in Erding brodelt es gewaltig. Immer mehr Besucher hinterlassen ein wahres Müllchaos, was nicht nur die Anlieger, sondern auch den Stadtrat und Oberbürgermeister Max Gotz alarmiert hat. Der Kronthaler Weiher, ein beliebtes Naherholungsgebiet, ist aufgrund seines klaren Wassers und der schönen Umgebung ein Magnet für Erholungssuchende – doch inzwischen ist der Spaß mit übertriebenen Müllbergen und unschönen Hinterlassenschaften getrübt. Die tz berichtet, dass Gruppen aus München immer wieder große Mengen Müll, inklusive gegrillter Schafe und Ziegen, zurücklassen.

Betrüblich ist auch, dass trotz täglicher Einsätze von drei Bauhof-Mitarbeitern, die die Mülleimer leeren und das Gelände reinigen, das Problem nicht in den Griff zu bekommen ist. Auch das Ordnungsamt hat sich gekümmert, patrouilliert täglich und weist die Besucher auf die Aufenthaltsbeschränkungen hin. „Es ist eine regelrechte Sauerei, die wir hier haben“, sagte Stadtrat Gerhard Heilmaier während einer Sitzung, in der er erneut das Müllproblem ansprach und die Notwendigkeit einer Sensibilisierungskampagne durch das Stadtmarketing anregte.

Hilfsmaßnahmen und neue Regeln

Um der Situation Herr zu werden, hat die Stadt mehrere Maßnahmen ergriffen. So wurde die seit Jahren gesperrte Hängebrücke am Kronthaler Weiher wieder freigegeben und neue Hinweisschilder informieren die Gäste über ein Sprungverbot, das aufgrund der geringen Wassertiefe erforderlich ist. „Wir müssen uns auch haftungsrechtlich absichern“, erklärte Gotz dazu. Zudem wurde das illegale Übernachten am Weiher bereits erfolgreich unterbunden.

Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass dieser Müllverursacher-Trend anscheinend nicht abnimmt. Einem aktuellen Bericht zufolge sind es besonders die Nutzer aus der Stadt München, die das Naturidyll in Erding mit ihrem Unrat verunreinigen. Diese Situation stellt nicht nur eine Belastung für die Natur dar, sondern gefährdet auch das gute Verhältnis zwischen Erding und seinen Besuchern.

VeloCore Medium

Mit einem guten Händchen will die Stadt nun gegensteuern. Der Präsenz des Ordnungsamtes wird erhöht, und die Sensibilisierung der Besucher steht ganz oben auf der Agenda. Die Frage bleibt, ob diese Anstrengungen ausreichen werden, um den Müllfluss zu stoppen und den Kronthaler Weiher für alle Erholungsuchenden sauber zu halten. Die Bemühungen der Stadt sind ein Schritt in die richtige Richtung, doch auch die Besucher sind in der Verantwortung, ihren Teil dazu beizutragen.

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