Heute ist der 20.05.2026, und in Erding gibt es Neuigkeiten, die für frischen Wind in der politischen Diskussion sorgen. Ein CSU-Stammtisch im Gasthaus Kreuzeder informierte kürzlich über die aktuellen politischen Pläne, und die Fraktionsvorsitzende Janine Altheimer ließ keinen Zweifel daran, dass es an der Zeit sei, in den Bereichen Kitas, Schulen, Spielplätze und Stadtentwicklung aktiv zu werden. Das sind keine kleinen Brötchen, die hier gebacken werden sollen – es geht um die Schaffung von Wohnraum und sozialer Infrastruktur, und das ist ein Thema, das viele Erdinger bewegt.
Altheimer nahm sich zudem Zeit, um ihren Vorgänger Burkhard Köppen für dessen Arbeit zu loben. Ein bemerkenswerter Schritt war die Unterstützung der Grünen Helga Stieglmeier als 3. Bürgermeisterin – ein Zeichen für Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg. Auf der Agenda stehen spannende Projekte wie die Sanierung der Grundschule Langengeisling, eine Optimierung der Verwaltung und die Verbesserung der Parkmöglichkeiten. Und natürlich, ganz wichtig: der Ausbau von Radwegen und Lade-Infrastruktur für eine zukunftsfähige Stadt. Klimaschutz wird ebenfalls großgeschrieben.
Kopfsteinpflaster und Barrierefreiheit
Besonders brisant ist das Thema Kopfsteinpflaster in der Erdinger Altstadt. Das hat sich längst nicht nur bei den Senioren und Menschen mit Behinderung herumgesprochen, sondern ist auch für gesunde Passanten ein echtes Hindernis. Die CSU-Fraktion hat die Problematik erkannt und beantragt einen inklusionsgerechten Umbau an mehreren kritischen Stellen. Eine vierköpfige Arbeitsgruppe hat sich monatelang mit dem Thema beschäftigt. Geplant sind Bereiche wie Am Rätschenbach, der Übergang Aeferleinweg zum Parkplatz Mühlgraben, und der Bereich am Grünen Markt. Hier soll das alte, denkmalgeschützte Kopfsteinpflaster, das in den 80er und 90er Jahren verlegt wurde, gegen glattflächige Gehfurten ersetzt werden. Diese neuen Gehflächen sollen etwa 1,20 bis 1,50 Meter breit sein – genug Platz, um auch mit einem Rollator oder Kinderwagen gut voranzukommen.
Das Ziel ist es, noch in diesem Jahr die nötigen Untersuchungen zu beauftragen, sodass der Umbau 2023 und 2024 stattfinden kann. Ja, die finanziellen Hürden sind hoch, aber Burkhard Köppen hat klargemacht, dass diese Prüfung der Finanzierbarkeit dringend notwendig ist. Immer wieder gibt es Beschwerden von Bürgern über das Kopfsteinpflaster, das sich als nicht alltagstauglich erwiesen hat. Ein Bewusstseinswandel ist zudem in der Gesellschaft und im Denkmalschutz spürbar, und die Sorge über Rückzahlungen von Zuschüssen scheint geringer geworden zu sein.
Ein Blick in die Zukunft
Die Diskussion über das Erdinger Stadion ist ein weiteres heißes Eisen. Altheimer äußerte sich klar: Es wird wahrscheinlich nicht erhalten bleiben können, aber Ersatzflächen sollen geschaffen werden. Das klingt nach einem schwierigen Spagat zwischen Nostalgie und Notwendigkeiten der Gegenwart. Rückblickend auf die Wahlperiode 2020 kann man wohl sagen, dass die CSU mit allen Parteien gesprochen hat, um die Zusammenarbeit zu fördern. Aber wie wird es weitergehen? Altheimer hat versprochen, in den kommenden sechs Jahren aktiv und aufmerksam für Erding da zu sein. Die Spannung steigt!
Ein bisschen erinnert das Ganze an einen alten Zopf, den man unbedingt abschneiden muss. Die Herausforderungen sind vielfältig, aber mit einem engagierten Stadtrat und einer klaren Vision für die Stadt kann Erding vielleicht bald ein bisschen lebenswerter werden. Für alle – egal ob jung oder alt, mit oder ohne Handicap.
