Heute ist der 27.05.2026 und in Erding, dieser charmanten Stadt, die immer ein bisschen von der Gemütlichkeit des bayerischen Landlebens durchzogen ist, wurde das Frühlingsfest zum letzten Mal veranstaltet. Tobias Martl, der Macher hinter dieser Tradition, gab die traurige Nachricht bekannt: Es wird kein Frühlingsfest mehr geben. Der Grund? Ganz einfach – die Besucherzahlen waren einfach nicht mehr tragbar. Da kann man schon ins Grübeln kommen.

Die Ausgaben für das Fest belaufen sich auf satte 60.000 bis 80.000 Euro. Das erste Wochenende war zwar ein voller Erfolg, doch danach sanken die Besucherzahlen rapide. Besonders enttäuschend war der Brauchtumsnachmittag, der in diesem Jahr nur wenige Zuschauer anzog. Martl bedauert dies sehr, schließlich hat das auch Auswirkungen auf die Schausteller, die mit viel Aufwand und hochwertigen Fahrgeschäften erschienen sind. Man stelle sich vor: Ein Breakdancer kostet für Anfahrt und Aufbau zwischen 15.000 und 20.000 Euro! Wer hätte gedacht, dass ein bisschen Spaß im Jahr so teuer sein kann?

Hintergründe und Herausforderungen

Natürlich spielen auch hohe Kosten für Dinge wie Versicherungen, Strom und Personal eine Rolle. Und während der Corona-Krise hat Martl ein enormes Risiko getragen. Doch nun scheinen sich die Veranstaltungskosten und Einnahmen einfach nicht mehr auszubalancieren. Schade, denn das Frühlingsfest war für viele eine liebgewonnene Tradition. Es gab immer ein breit gefächertes Angebot: von den süßen Leckereien bis hin zu herzhaften Speisen im Bierzelt und Biergarten. Die Öffnungszeiten waren ebenfalls familienfreundlich: Montag bis Freitag von 14 bis 23 Uhr und an den Wochenenden von 11 bis 23 Uhr.

Am Dienstag, den 27.05.2025, hätte es den Kinder- und Familientag gegeben, mit Aktivitäten wie Kinderschminken und Kasperltheater, alles zu ermäßigten Preisen. Ein Fest für die ganze Familie! Aber auch die strengen Regeln, wie das allgemeine Messerverbot und das Cannabis-Verbot auf dem Festgelände, wurden stets eingehalten, um die Sicherheit aller zu gewährleisten.

Ein Blick in die Zukunft

Natürlich ist Tobias Martl nicht aus der Welt. Er wird beim Altstadtfest in Erding wieder Schokofrüchte anbieten, was für viele ein kulinarisches Highlight ist. Momentan verkauft er seine leckeren Schokofrüchte in Olching, Friedrichshafen und Ulm. Vielleicht ist das ja der neue Weg für ihn, die Liebe zu den süßen Versuchungen weiterzugeben, auch wenn das Frühlingsfest nicht mehr stattfindet. Es bleibt zu hoffen, dass die Schausteller und die Stadt Erding einen neuen Weg finden, um die Freude an Festen und Traditionen aufrechtzuerhalten.

In der Zwischenzeit wird die Stadt Erding weiterhin mit all ihren Facetten und Veranstaltungen lebendig bleiben. Auch wenn das Frühlingsfest der Vergangenheit angehört, gibt es viele andere Möglichkeiten, die Kultur und die Gemeinschaft zu feiern. Und das ist doch auch etwas wert.