Am heutigen Sonntag, dem 15. Juni 2026, ereignete sich ein dramatischer Vorfall im mittleren Isarkanal bei Berglern, der zum großen Einsatz von Rettungskräften führte. Zwei Männer, ein 27-Jähriger und ein 21-Jähriger, beide Ukrainer und wohnhaft im nördlichen Landkreis Erding, gerieten in eine missliche Lage, als sie versuchten, in den Kanal zu springen. Leider war der 27-Jährige alkoholisiert und konnte nicht schwimmen, was das Risiko für beide erheblich erhöhte. Der 21-Jährige, ebenfalls betrunken, wagte es, ihm zu folgen, um ihn zu retten, doch ihre Situation nahm rasch eine kritische Wendung.

Beide Männer trieben etwa 500 Meter im Wasser, bevor sie endlich in der Lage waren, sich am Ufer festzuhalten. Ein aufmerksamer Zeuge hatte bereits den Notruf abgesetzt, was einen sofortigen Großeinsatz von Rettungsdienst, Wasserwacht, Feuerwehr und Polizei auslöste. Zu den Rettungsteams gehörten auch zwei Hubschrauber, die die Einsatzkräfte aus der Luft unterstützten. Von Seiten der Wasserwacht waren sowohl die Dienste aus Erding als auch aus Moosburg beteiligt, zusätzlich operierten Rettungsdienste aus Langenpreising, Moosburg und Erding.

Hilfe für Betroffene

Die Situation wurde schließlich unter Kontrolle gebracht, wobei der 27-jährige Mann mit einer leichten Unterkühlung ins Klinikum Erding gebracht wurde. Sein Begleiter, der 21-Jährige, lehnte eine medizinische Versorgung ab. Solche Vorfälle, in denen Menschen in Gewässern in Not geraten, sind leider nicht ungewöhnlich, besonders in den warmen Monaten, wenn sich viele an Badestellen aufhalten. Eine Warnung, die in diesem Zusammenhang besonders wichtig ist: Schwimmen ist nicht für jedermann sicher, auch wenn es eine beliebte Freizeitbeschäftigung ist.

„Die Badeunfälle nehmen mit den Temperaturen zu, deshalb sollten sich alle Schwimmer über wichtige Baderegeln informieren“, erklärt Andreas Paatz, Bundesleiter der Wasserwacht. Er rät dazu, dass vor allem Kinder früh Schwimmen lernen sollten. Das Deutsche Schwimmabzeichen in Bronze ist eine wichtige Voraussetzung für die Schwimmfähigkeit. Das Seepferdchen alleine reicht nicht aus, um die Gefahren im Wasser richtig einschätzen zu können. Außerdem gibt er zu bedenken, dass alkoholisiertes Schwimmen unbedingt vermieden werden sollte, da es die Reaktionsfähigkeit stark vermindert.

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Tipps zur Sicherheit am Wasser

Die Wasserwacht des DRK bietet vielerorts günstige Schwimmkurse an und setzt sich aktiv für die Aufklärung über die richtigen Verhaltensweisen im und am Wasser ein. Zu den grundlegenden Baderegeln zählen unter anderem:

  • Verlassen Sie das Wasser, wenn Sie frieren.
  • Springen Sie nicht überhitzt ins Wasser.
  • Kinder niemals unbeaufsichtigt am Wasser lassen.
  • Schwimmen Sie nicht alkoholisiert oder unter Drogen.
  • Nehmen Sie keine langen Strecken allein in Angriff.
  • Achten Sie darauf, dass das Wasser tief genug und frei von Hindernissen ist.

Diese und viele weitere Tipps sind unerlässlich, um Badeunfälle zu vermeiden und den Aufenthalt am Wasser sicher zu gestalten. Wer sich nicht sicher fühlt, sollte stets auf die Unterstützung von ausgebildeten Schwimmern und Rettungsschwimmern zählen.

Die Ereignisse im Isarkanal sind ein eindringlicher Reminder, dass Sicherheit am Wasser höchste Priorität hat. Das DRK und die Wasserwacht arbeiten eng zusammen, um die Öffentlichkeit über die Risiken zu informieren und die Schwimmfähigkeiten zu fördern. Schließlich nimmt die Zahl derjenigen, die am Wasser in Not geraten, mit steigenden Temperaturen zu, und die richtige Vorbereitung ist das beste Mittel, um Unfälle zu vermeiden.

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