Im Herzen von Neumarkt kam es zu einem besonderen Fest, als 26 Ordensschwestern des Klosters Sankt Josef ihre beeindruckenden Professjubiläen feierten. Die Schwestern vom Göttlichen Erlöser legten ewige Gelübde der Ehelosigkeit, des Gehorsams und der Armut ab und waren damit ein lebendiges Zeugnis ihres Glaubens und ihrer Hingabe an Gott. Die Dankmesse wurde festlich von Stephan Müller, einem emeritierten Professor für Moraltheologie, zelebriert, der von Jesuiten des Klosters unterstützt wurde. nn.de berichtet, dass …
Besonders hervorzuheben ist Schwester Reinhardine Becker, die vor 75 Jahren ihre Ordensgelübde ablegte und fast 98 Jahre alt ist. Sie stammt ursprünglich aus dem Bistum Speyer und hat seit einem Jahrzehnt ihre Heimat wieder in Neumarkt gefunden. Insgesamt feierten fünf Schwestern 70 Jahre, neun Schwestern 65 Jahre und acht Schwestern 60 Jahre im Orden. Auch zahlreiche lokale Jubilarinnen wie Schwester Jakoba Hierl und Schwester Petrana Perras waren Teil dieses feierlichen Anlasses.
Die Wurzeln des Ordens
Der Orden der Schwestern vom Göttlichen Erlöser wurde von Elisabeth Eppinger im Jahr 1849 gegründet. Ziel war es, armen Kranken und Bedürftigen zu helfen, wofür sie Unterstützung von Pfarrer Johann David Reichard und Bischof Andreas Räß erhielt. Die Gemeinschaft wurde 1854 vom französischen Staat anerkannt und erhielt 1866 die Bestätigung durch Papst Pius IX. Wikipedia informiert darüber, dass …
Von den ursprünglichen Niederlassungen sind seitdem eigenständige Kongregationen entstanden, die in Österreich, Süddeutschland und weiteren Ländern aktiv sind. Ein Leitspruch der Gemeinschaft, „De fontibus salvatoris“, verdeutlicht die spirituelle Ausrichtung, die sich auf die Erlösung durch Jesus Christus konzentriert. Die Tätigkeitsfelder der Schwestern erstrecken sich über Kranken- und Altenpflege bis hin zu Erziehung und Obdachlosenarbeit – die Bandbreite ist enorm.
Unsere Gemeinschaft – Ein Stück Heimat
Die meisten Jubilarinnen des aktuellen Festes leben im Altentrakt Sankt Alfons im Kloster Sankt Josef, wo sie auch den Altersruhesitz genießen. Ihre Herkunft ist bunt: die Heimatbistümer umfassen Eichstätt, Regensburg, Passau, Speyer, Bamberg, Freiburg, München-Freising und Bozen-Brixen. In seiner Predigt ermutigte Müller die Schwestern, drei Wege zu gehen, um Gottes Gnade zu erfahren: durch Stille, Liturgie und die Begegnung mit Menschen.
Provinzoberin Barbara Geißinger würdigte in ihren Worten die treuen Dienste der Jubilierenden und stellte damit die Bedeutung dieser Feier für die gesamte Gemeinschaft heraus. Es ist offensichtlich, dass das ordensschwesternliche Engagement nicht nur im Glauben, sondern auch im täglichen Leben zahlreicher Menschen nachklingt. Ihnen gebührt Dank und Respekt, denn sie haben durch ihr Wirken tatsächlich ein gutes Händchen für die Anliegen der hilfsbedürftigen Menschen in der Gesellschaft.
