Heute ist der 5.03.2026 und die spannende Entwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien in Ebersberg nimmt Formen an. Am Waldrand von Ebersberg hat kürzlich der Spatenstich für das erste Windrad der Kreisstadt stattgefunden. Dieses Projekt ist ein bedeutender Schritt, nicht nur für die lokale Energieversorgung, sondern auch für die nachhaltige Entwicklung der Region. Die Initiative wurde von den Bewohnern der umliegenden Dörfer ins Leben gerufen und umfasst die Ortsteile Pollmoos, Traxl, Englmeng, Ruhensdorf und Rinding. Mit einer geplanten Inbetriebnahme im November wird das Windrad in der Lage sein, bis zu 2000 Haushalte mit Strom zu versorgen.

Das Windrad wird das dritte seiner Art im Landkreis Ebersberg sein und hat eine Nabenhöhe von 166 Metern sowie eine Gesamthöhe von 246 Metern mit Rotoren. Der Aufbau des 90 Meter hohen Betonschafts ist bis Juli geplant, nachdem das Betonfundament bereits fertiggestellt wurde. Bürgermeister Ulrich Proske, der beim Spatenstich anwesend war, sieht in diesem Projekt einen Fortschritt für den Ausbau erneuerbarer Energien. Der Ebersberger Stadtrat hat das Vorhaben zudem unterstützt und die Bauleitplanung beschleunigt. Die Kosten für das Projekt „Föhrenpold“ belaufen sich auf etwa 9,3 Millionen Euro, während rund 40 Interessierte sich bereits für Anteile am Windkraftprojekt vormerken ließen. Die Beteiligung der Anwohner wird in etwa zwei Wochen bekannt gegeben.

Erneuerbare Energien und regionale Versorgung

Mit dem Windpark in Ebersberg wird nicht nur die lokale Energieversorgung verbessert, sondern auch die Nutzung von 100% regionalem Ökostrom gefördert. EBERwerk bietet dazu einen Tarif an, der sich nach tagesaktuellen Börsenpreisen richtet. Der Grundpreis pro Monat beträgt 16,95 €, zuzüglich Kosten für Netznutzung und Messstellenbetrieb. Der Arbeitspreis pro kWh liegt bei 20,55 ct/kWh, wobei dieser die gesetzlichen Strompreisbestandteile und die Kosten für Ökostromzertifikate umfasst. Der variable Börsenpreis basiert auf den stündlichen Spotmarktpreisen (EPEX Spot) und der verbrauchten Strommenge. So können die Verbraucher aktiv von der Entwicklung der Strompreise profitieren.

Das intelligente Messsystem (iMSys), welches zur Erfassung des Stromverbrauchs im 15-Minuten-Takt dient, ist Voraussetzung für den dynamischen Tarif. Dies ermöglicht eine präzisere Abrechnung und eine Anpassung des Stromverbrauchs an die Marktentwicklung. Die Vertragslaufzeit ist flexibel und kann mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Laufzeit gekündigt werden. Bei Nichtkündigung verlängert sich der Vertrag automatisch um einen weiteren Monat.

Die Zukunft der Windenergie in Ebersberg

Die Erschließung weiterer geeigneter Flächen für Windkraft im Norden der Kreisstadt könnte in Zukunft folgen. Momentan gibt es jedoch noch keine konkreten Planungen. Die positive Resonanz der Bevölkerung und die Unterstützung durch den Stadtrat deuten darauf hin, dass Windenergie in Ebersberg eine zunehmend bedeutende Rolle spielen wird. Projekte wie dieses sind nicht nur entscheidend für die lokale Energieversorgung, sondern auch für den Klimaschutz und die Reduktion von CO2-Emissionen.

Insgesamt zeigt die Initiative der Ebersberger Bürger, dass ein starkes Engagement für nachhaltige Energieformen besteht. Die Entwicklung des Windparks „Föhrenpold“ ist ein Beispiel dafür, wie lokale Gemeinschaften aktiv zur Energiewende beitragen können. Diese Fortschritte sind ein ermutigendes Zeichen für die Zukunft der erneuerbaren Energien in der Region. Für weitere Informationen und Details zu den aktuellen Projekten im Ebersberger Forst können Sie die Quelle auf Süddeutsche.de und eberwerk.de nachlesen.