VfB Forstinning: Trainer-Urgestein Schunk geht nach 24 Jahren!
Der VfB Forstinning steht vor einem markanten Umbruch: Hubert Schunk, der seit dem Sommer 2000 das Traineramt inne hatte, verabschiedet sich nach 24 Jahren von der Trainerbank. Der langjährige Coach der Herrenmannschaften, der U19 und zuletzt der Reserve, geht kurz vor seinem 70. Geburtstag.[Merkur] Mit ihm legt auch Co-Trainer Markus Kammermaier sein Amt nieder, was für die gesamte Vereinsfamilie ein schwerer Abschied ist.
Der VfB Forstinning, gegründet am 1. Januar 1955, blickt auf eine stolze Geschichte zurück. Der Verein mit rund 1.000 Mitgliedern hat sich als wichtiger Bestandteil des Gemeindelebens etabliert und zeigt sich auch sportlich erfolgreich. Die aktuelle Transferbilanz weist Einnahmen von 20 und Ausgaben von 11 aus, was die finanzielle Stabilität des Vereins unterstreicht.[Transfermarkt]
Abschied mit Wehmut
Die offizielle Verabschiedung fand im Rahmen der Abschlussfeier der zweiten Mannschaft statt. Anwesend waren viele ehemalige Weggefährten und Vereinsvertreter, die Schunks Engagement würdigten. Unter ihnen befanden sich Korbinian Hollerieth, der 3. Vorsitzende, sowie Thomas Herndl, Abteilungsleiter, und Mathias Hirt, 2. Vorsitzender. Einige der Anwesenden konnten sich noch gut an die ersten Erfolge unter Schunks Führung erinnern und zeigten sich überzeugt, dass seine Fußstapfen schwer zu füllen sein werden.
Darüber hinaus wird auch Reservekapitän Jakob Kistler seine Karriere beenden. Für viele Spieler war Schunk mehr als nur ein Trainer; er war ein Mentor und eine prägende Figur im Verein. „Ein engagierter Trainer wie Hubert hat einen enormen Einfluss auf die Vereinsgemeinschaft“, so Vereinsvertreter. Sichtlich bewegt blickte Schunk auf seine lange Zeit beim VfB Forstinning zurück.
Ehrenamt im Amateurfußball
Das Ende von Schunks Ära ist auch ein deutliches Zeichen für die Herausforderungen im Amateurfußball. Wie zahlreiche Berichte zeigen, sind die Zahl der Ehrenamtlichen im Sport rückläufig. Im gesamten Deutsch Fußballverband engagieren sich über 1,6 Millionen Menschen im Ehrenamt, doch die Sicherung des Engagements von Trainern, Schiedsrichtern und anderen Funktionsträgern bleibt eine der größten Herausforderungen. Viele Ehrenamtliche berichten von einem Anstieg der bürokratischen Anforderungen und einem Mangel an wertschätzender Anerkennung.[DFB]
Durch das ehrenamtliche Engagement wird nicht nur der Trainingsbetrieb aufrechterhalten, sondern auch die sozialen Werte im Fußball gestärkt. Der gesellschaftliche Nutzen des Amateurfußballs hat einen jährlichen Wert von 2,61 Milliarden Euro. Dazu zählen auch positive Effekte wie die Verbesserung des sozialen Zusammenhalts und eine Reduktion von Kriminalität.[DFB]
Mit der Verabschiedung von Hubert Schunk und seinem Team steht der VfB Forstinning an einem Wendepunkt. Die Nachfolge wird entscheidend sein für die Zukunft des Vereins, der in der Region nicht nur sportlich, sondern auch gesellschaftlich eine wichtige Rolle spielt.
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