Heute ist der 8. März 2026 und die Bürgerinnen und Bürger von Ebersberg haben ihre Stimmen abgegeben. In der Stadt am Übergang vom Alpenvorland zur Münchner Schotterebene war die Spannung groß, als die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl veröffentlicht wurden. Ulrich Proske, der als parteifreier Kandidat für die SPD antrat, wurde mit beeindruckenden 77,9 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Dies markiert seine Fortsetzung im Amt für weitere sechs Jahre. Sein Mitbewerber Josef Peis von „Pro Ebersberg“ und der CSU hatte in diesem Wahlkampf keine Chance.

Die Ergebnisse wurden um 19:16 Uhr bekannt gegeben, was bei den Anhängern von Proske für Jubel sorgte. Doris Rauscher, die SPD-Kreisvorsitzende, bezeichnete das Ergebnis als „überwältigend“. Für Proske selbst ist dies ein weiterer Erfolg, nachdem er 2020 das 48-jährige CSU-Monopol im Ebersberger Rathaus gebrochen hatte. Bei der damaligen Wahl hatte Proske in der Stichwahl 61,2 % der Stimmen erhalten, während sein CSU-Gegner Alexander Gressierer 38,8 % erreichte.

Wahlverlauf und weitere Ergebnisse

Die Bürgermeisterwahl in Ebersberg war Teil der Kommunalwahlen in Bayern, bei denen nicht nur Bürgermeister, sondern auch Landräte sowie Stadt-, Gemeinde- und Marktgemeinderäte neu gewählt wurden. Die Wahlbeteiligung 2020 lag bei 73,8 %, und auch dieses Mal war das Interesse der Wähler groß. In Grafing wurde Christian Bauer von der CSU mit 60,8 Prozent wiedergewählt. Hier traten die Grünen ohne eigenen Bürgermeisterkandidaten an, was der SPD zugutekam. Christian Kerschner von der SPD erhielt 30,6 Prozent, während Walter Schmidtke von der Bayernpartei 8,6 Prozent erhielt.

In Zorneding steht Bürgermeister Piet Mayr (CSU) nun in der Stichwahl gegen den parteilosen Kandidaten Falk Skeide. Mayr erhielt 45,8 Prozent der Stimmen, Skeide 37,9 Prozent, und Melanie Schaffenroth von der FDP kam auf 16,3 Prozent. Auch in Poing wurde Thomas Stark (CSU) mit 73,9 Prozent wiedergewählt, während Reinhard Tonollo von der SPD 26,1 Prozent erhielt. In Vaterstetten wird es zu einer Stichwahl zwischen Leonhard Spitzauer (CSU) und Maria Wirnitzer (SPD) kommen, wobei Spitzauer auf einen Sieg im ersten Wahlgang gehofft hatte, während Wirnitzer mit dem Ergebnis rechnete.

Ebersberg im Überblick

Ebersberg, die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Oberbayern, hat etwa 12.408 Einwohner auf einer Fläche von 40,83 Quadratkilometern. Die Stadt liegt auf 558 Metern über dem Meeresspiegel und ist 33 Kilometer östlich von München, was die Anbindung an die bayerische Landeshauptstadt über die S-Bahn-Linien S4 und S6 sowie die Bundesstraße 304 erleichtert. Nördlich von Ebersberg erstreckt sich der Ebersberger Forst, eines der größten Waldgebiete Deutschlands. In der Stadt selbst hat auch Aldi Süd eine Regionalgesellschaft, und der TSV 1877 Ebersberg zählt zu den größten Sportvereinen in der Region mit über 2.300 Mitgliedern.

Blick in die Zukunft

Die nächste Bürgermeisterwahl in Ebersberg steht am 8. März 2026 an. In Bayern gilt das Mehrheitswahlsystem, das bedeutet, ein Kandidat wird im ersten Wahlgang gewählt, wenn er mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhält. Andernfalls findet eine Stichwahl statt, an der die zwei Kandidaten mit den meisten Stimmen teilnehmen. Diese Stichwahl für die Kommunalwahl 2026 wäre am 22. März 2026 geplant. Die Ergebnisse der Wahlen zu (Ober-)Bürgermeisterinnen und (Ober-)Bürgermeistern sowie Landrätinnen und Landräten werden abgebildet, und die vorläufigen Ergebnisse gelten als zuverlässig, sofern die Unterschiede nicht minimal sind. Die Daten stammen direkt von den Kommunen und werden über die Software Votegroup oder manuelle Ergänzungen durch das Unternehmen 23° bereitgestellt. Quelle, Quelle, Quelle.