Heute ist der 28.02.2026 und im Landkreis Ebersberg hat ein bedeutendes Projekt seinen ersten Schritt in die Realität gemacht: der Spatenstich für die dritte Windenergieanlage mit dem Namen „Föhrenpold“. Diese beeindruckende Anlage wird mit einer Höhe von 246 Metern (davon 166 Meter Nabenhöhe und 80 Meter Rotorflügel) nicht nur eine markante Silhouette im Landschaftsbild bieten, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieproduktion leisten. Die geplante Stromproduktion liegt bei 10 Millionen Kilowattstunden pro Jahr, was einer erheblichen Menge an grüner Energie entspricht. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 9,5 Millionen Euro, wobei rund 20 Prozent durch Eigenkapital gedeckt werden. Die Investoren, etwa 40 Personen aus der Region, erwarten eine Rendite von fünf Prozent, mit Investitionsbeträgen, die zwischen 5.000 und 200.000 Euro variieren.

Der Bürgermeister Ulrich Proske und Landwirt Hans Fuchs waren anwesend, um diesen symbolischen Akt zu zelebrieren. Die Bauzeit ist ambitioniert: Der Turm soll ab Juli 2026 errichtet werden, gefolgt von der Installation der Rotorblätter im Oktober 2026. Ein weiteres wichtiges Detail ist, dass nach Abschluss der Bauarbeiten eine Nachpflanzung höherwertiger Bäume geplant ist, um die lokale Flora zu fördern und die Umweltbelastung durch die Bauarbeiten auszugleichen. Die Einspeisevergütung für den eingespeisten Strom beträgt 11 Cent pro Kilowattstunde, was den wirtschaftlichen Aspekt des Projekts unterstreicht. Weitere Informationen zu diesem Projekt können in dem Artikel auf Merkur nachgelesen werden.

Ökostrom aus der Region

Ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltige Energieversorgung wird durch den Windpark Ebersberger Forst gefördert, der 100% regionalen Ökostrom zu tagesaktuellen Börsenpreisen anbietet. Die monatlichen Kosten setzen sich aus einem Grundpreis von 16,95 Euro und weiteren Posten wie Netznutzung und Messstellenbetrieb zusammen. Der Arbeitspreis pro kWh liegt bei 20,55 Cent, während der variable Börsenpreis je nach Marktbedingungen schwankt. Das Angebot ist besonders attraktiv für diejenigen, die auf einen dynamischen Tarif setzen möchten, da ein intelligentes Messsystem (iMSys) erforderlich ist, um den Stromverbrauch genau zu erfassen und automatisch zu übermitteln. Weitere Details zu diesem Angebot können auf der Webseite von EBERwerk gefunden werden: EBERwerk.

Ein Teil der Energiewende

Die Errichtung von Windenergieanlagen ist ein zentraler Bestandteil der deutschen Energiewende. Sie trägt nicht nur zur Reduktion von CO2-Emissionen bei, sondern fördert auch die regionale Wirtschaft durch Investitionen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Kombination aus lokaler Beteiligung und nachhaltiger Energieproduktion zeigt, wie Gemeinden aktiv zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen können. In diesem Kontext ist es wichtig, dass solche Projekte von der Bevölkerung unterstützt werden, um eine breite Akzeptanz für erneuerbare Energien zu schaffen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.

Die Entwicklungen rund um die Windenergie im Landkreis Ebersberg sind ein ermutigendes Zeichen. Sie zeigen, dass auch in ländlichen Regionen innovative Lösungen zur Energiegewinnung gefunden werden können. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Klimaziele zu erreichen und eine nachhaltige Zukunft für kommende Generationen zu sichern.