Im Herzen des Ebersberger Waldes wird gefeiert: Das Forsthaus St. Hubertus hat nach fünf Jahren der Untätigkeit seine Pforten wieder geöffnet. Der junge Wirt Alexander Graßl (21) hat sich zusammen mit seinen Eltern, Melanie und Martin, ans Werk gemacht, um das traditionsreiche Gasthaus wieder zum Leben zu erwecken. Wie Merkur berichtet, stammt das Gebäude aus dem Jahr 1880 und war bis zur Schließung in der Pandemie ein beliebter Treffpunkt. Für die Renovierung der gemütlichen Stube, die hell und einladend mit Holztischen und karierten Tischdecken gestaltet wurde, war das geschickte Händchen von Graßls Mutter Melanie unerlässlich. Viele Küchengeräte mussten ersetzt werden, nachdem das Forsthaus fünf Jahre lang nicht genutzt wurde.

Das Gasthaus, das sich im Besitz der Bayerischen Staatsforsten befindet, erfreut sich nun einer neuen Chance, die unter dem leidenschaftlichen Engagement der Familie Graßl steht. „Es soll wie im Wohnzimmer sein“, so der junge Wirt, der nicht nur traditionelle, frische Küche anbietet, sondern auch vegane Optionen auf seiner Speisekarte hat. Diese Idee stieß allerdings auf gemischte Reaktionen, da einige Gäste in der Vergangenheit recht lautstark über die veganen Speisen pöbelten. Dennoch sieht Graßl es als wichtig an, ein Angebot für alle zu schaffen, und bringt mit Gerichten wie der Wirsinglasagne neuen Wind auf den Tisch.

Das kulinarische Angebot

Die Speisekarte des Forsthauses lässt keine Wünsche offen. Neben Salaten, Suppen und Wildgerichten aus der unmittelbaren Umgebung – das Fleisch stammt direkt aus dem Ebersberger Forst – können sich die Gäste auch auf Klassiker wie Zwiebelrostbraten und Cordon Bleu freuen. Besonders interessant sind die veganen Speisen: Dazu gehören die kreative „Winter-Hubertusburger“ und eine Lasagne, die ganz ohne tierische Produkte auskommt. Laut Süddeutsche werden die Gerichte dezent präsentiert, um die historische Einrichtung des Gasthauses zu respektieren, während gleichzeitig der eigene Stil der Graßls einfließt.

Im Erdgeschoss des gemütlichen Gasthauses finden rund 40 Gäste Platz, und es empfiehlt sich, einen Tisch zu reservieren. Die vorläufigen Öffnungszeiten sind freitags und samstags von 17:30 bis 22:00 Uhr sowie sonn- und feiertags von 14:00 bis 22:00 Uhr. Aktuell können das Gasthaus und der Biergarten aus personellen Gründen nicht zeitgleich geöffnet werden, aber die Graßls planen, auch bald den Außenbereich in Betrieb zu nehmen, um das Erlebnis noch weiter zu bereichern.

Ein Platz für alle

Besonders bemerkenswert ist die Gastfreundschaft, die die Familie Graßl verkörpert. Ihre Philosophie ist klar: Sie wollen mit frischen, hausgemachten Gerichten überzeugen und Fertigprodukte rigoros meiden. Die Reaktionen der Gäste sind durchwegs positiv; das Ambiente wird als locker beschrieben und die Preise erscheinen angemessen. Das Forsthaus St. Hubertus hat sich schnell einen Namen gemacht, und die Google-Bewertung von 4,4 Punkten spricht für sich, wie RestaurantGuru feststellt.

Mit dieser Wiedereröffnung bringt die Familie Graßl nicht nur ein Stück Tradition zurück, sondern auch frischen Wind in die kulinarische Landschaft von Ebersberg. Die Gäste sind herzlich eingeladen, die neue Stube bis Ende März zu besuchen und sich von den abwechslungsreichen Speisen verwöhnen zu lassen.