Daseinsvorsorge im Donau-Ries: Ein Weckruf für die Gemeinden
Heute ist der 2.06.2026 und während die Sonne gerade über dem schönen Donau-Ries aufgeht, wird ein neues Ranking des Deutschen Instituts für Wirtschaft (IW) zur Daseinsvorsorge in deutschen Kommunen veröffentlicht. Und was für ein Aufschrei das auslöst! Viele Gemeinden im Landkreis Donau-Ries schneiden dabei alles andere als gut ab. Da muss ich doch gleich an das Zitat von Andreas Bruckmeier, dem Bürgermeister von Forheim, denken, der die Untersuchung als unzureichend kritisiert. Schließlich belegt Forheim den letzten Platz im Landkreis – Rang 10.635, und das wird als „sehr schlecht“ eingestuft. Das ist schon eine ganz schön bittere Pille für die kleinen Gemeinden.
Schaut man sich die Liste der weiteren schlecht bewerteten Gemeinden an, wird einem ganz anders. Maihingen, Munningen, Daiting und Rögling sind nur einige der Orte, die ebenfalls schwach abschneiden. In der Tat schneiden rund zwei Drittel der Städte und Gemeinden im Landkreis Donau-Ries eher mäßig ab. Bruckmeier hat recht, wenn er sagt, dass hier städtisches Denken auf das Land übertragen wird – das ist einfach nicht fair. Es gibt doch so viele Facetten des Lebens auf dem Land, die in solchen Rankings nicht wirklich zur Geltung kommen.
Die Lichtblicke im Landkreis
Doch es gibt auch Lichtblicke! Asbach-Bäumenheim hat sich mit einer Platzierung auf Rang 1472 die beste Position im Landkreis gesichert. Und Mertingen, die einzige Gemeinde mit einer relativ guten Mobilitätsbewertung, landet auf Platz 2805. Das ist zwar nicht gerade ein Grund zum Feiern, aber immerhin ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Merkwürdig wird es bei Donauwörth, das trotz seines ICE-Halts eine schlechtere Platzierung hat – Platz 1532. Nördlingen hingegen wird als „gut“ eingestuft und belegt Rang 2235. Es scheint, als ob die Unterschiede zwischen stark und schwach besiedelten Regionen hier besonders deutlich zutage treten.
Ein weiterer Grund zur Freude ist Oettingen, das im Bereich Gesundheit deutschlandweit den hervorragenden Rang 31 erreicht. Wenn man das bedenkt, könnte man fast meinen, Oettingen ist das Gesundheitszentrum des Landkreises! Wer hätte gedacht, dass eine kleine Stadt so viel zu bieten hat? Im Vergleich dazu steht Haar bei München als die am besten bewertete Gemeinde in Deutschland da, während Hirschthal in Rheinland-Pfalz den letzten Platz belegt. Ein bisschen wie ein Wettlauf um die goldene Ananas, oder?
Ein Blick in die Zukunft
Was bleibt, ist die Frage, wie es in Zukunft weitergeht. Die Daseinsvorsorge ist ein wichtiges Thema, das alle angeht. Die schlechten Bewertungen müssen ein Weckruf für die Gemeinden sein, ihre Strukturen zu überdenken und an ihrer Attraktivität zu arbeiten. Denn wenn wir ehrlich sind, unser Landkreis hat mehr zu bieten, als die Zahlen vermuten lassen. Es ist an der Zeit, die Ärmel hochzukrempeln und aktiv zu werden. Vielleicht ist es auch eine Gelegenheit, die Gemeinschaft zu stärken und Lösungen gemeinsam zu erarbeiten. Schließlich sind wir alle Teil dieser wunderbaren Region!


