Im malerischen Landkreis Donau-Ries hat die Entwicklungshilfe-Aktion „1000 Schulen für unsere Welt“ unter der Federführung von Landrat Stefan Rößle seit ihrer Gründung im Jahr 2018 große Fortschritte gemacht. Aus einem leidenschaftlichen Vortrag des Vereins „Fly and Help“ heraus, entwickelte sich die Überzeugung, dass wohlhabendere Länder eine Verantwortung tragen, Perspektiven in ärmeren Regionen zu schaffen. Diese Initiative hat sich inzwischen zu einem Verein mit Sitz in Donauwörth gewandelt, der zahlreiche Schulbauprojekte in Afrika und anderen benachteiligten Regionen unterstützt.

Bis heute konnten über 110 Schulbauprojekte realisiert werden, die allesamt aus den Spenden des Landkreises Donau-Ries finanziert wurden. Bundesweit sind es sogar 330 Projekte, die durch die Gemeinschaftsinitiative „1000 Schulen für unsere Welt“ ins Leben gerufen wurden. Diese Projekte werden nicht durch öffentliche Mittel des Landkreises alimentiert, sondern sind ausschließlich auf private Spenden angewiesen. Das Hauptziel dieser engagierten Initiative ist es, Fluchtgründe zu beseitigen und den Menschen in ihrer Heimat durch Schulbildung die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben zu bieten.

Engagement für Bildung und Zukunft

Die Spenden finanzieren dabei nicht nur die Gebäude, sondern die Verantwortung für Lehrer und deren Unterhalt bleibt den staatlichen oder kirchlichen Stellen in den jeweiligen Ländern vorbehalten. Es ist wichtig zu betonen, dass die Schulbauprojekte von lokalen Partnerorganisationen initiiert und überwacht werden, um sicherzustellen, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.

Ein weiterer wichtiger Aspekt dieser Initiative ist die Unterstützung durch kommunale Spitzenverbände wie den Deutschen Städtetag, den Deutschen Landkreistag und den Deutschen Städte- und Gemeindebund. Durch diese Zusammenarbeit wird nicht nur eine Plattform für die Sichtbarmachung des Engagements bereitgestellt, sondern auch der Austausch gefördert. Hierbei spielt die Schirmherrin, Bundesentwicklungsministerin Reem Alalbali Radovan, eine zentrale Rolle. Bildung wird als Schlüssel zur Armutsverringerung und zur Schaffung von Perspektiven angesehen, denn sie bietet Kindern eine Zukunft und Erwachsenen Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben.

Die Zukunft im Blick

Ab 2027 soll der Verein „1000 Schulen“ unabhängig vom Landkreis agieren, was ein bedeutender Schritt in der Weiterentwicklung der Initiative ist. Auch nach dem Ausscheiden von Stefan Rößle wird die Stelle für internationale Kooperation am Landratsamt bestehen bleiben, wodurch die Kontinuität des Engagements gesichert wird. Rößle selbst plant, sich weiterhin für den Verein und die Schulbauprojekte zu engagieren und bleibt so ein wichtiger Teil dieser positiven Entwicklung.

In der heutigen Zeit, in der Bildung der Schlüssel zu einem besseren Leben ist, stellt die Aktion „1000 Schulen für unsere Welt“ eine wertvolle Möglichkeit dar, um Menschen in ärmeren Ländern eine Perspektive zu bieten. Es liegt an uns allen, diesen wertvollen Einsatz zu unterstützen und somit einen Beitrag zur globalen Bildungsgerechtigkeit zu leisten.