In Donau-Ries gibt’s frischen Wind – oder besser gesagt: frische Äpfel! Vor wenigen Tagen fand eine bemerkenswerte Aktion statt, die nicht nur kleine, grüne Sprösslinge, sondern auch große Herzen berührt hat. Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Nördlingen hat zusammen mit dem Landkreis Donau-Ries Apfelbäume an Kindergärten, Schulen und Jugendgruppen verschenkt. Eine wahre Freude, die die Region ein Stück grüner macht!

Die letzten dieser wertvollen Obstbäume wurden feierlich in Wemding übergeben. Landrat Michael Dinkelmeier und Petra Wagner, die Vorsitzende des Kreisverbands Nördlingen, waren vor Ort, um die kleinen Baumhelden zu überreichen. Zu den glücklichen Empfängern zählten das Kinderherz, vertreten durch Frau Thum-Ziegler, und die SVE, vertreten durch Frau Bobinger. Was für ein schöner Anblick, wenn die strahlenden Gesichter der Kinder und Jugendlichen die Übergabe umrahmen!

Ein Stück Heimat für die Zukunft

Die Bäume stammen aus dem „Obstgarten Donau-Ries auf Schäbles Schenkung“. Dort wurden sie in den vergangenen Jahren nicht nur vermehrt, sondern auch liebevoll kultiviert. Es handelt sich um überschüssige Exemplare – einige davon blieben nach der Donau-Ries-Ausstellung übrig, andere waren als Reserve nicht mehr nötig. Fast 100 Bäume, darunter auch einige seltene Sorten, fanden so ein neues Zuhause. Das ist nicht nur ein Gewinn für die Empfänger, sondern auch ein wertvoller Beitrag zum Erhalt alter Obstsorten und zur Förderung der Biodiversität in der Region.

Diese gelungene Aktion wäre nicht möglich gewesen ohne die tatkräftige Unterstützung zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer, die die Bäume veredelt und gepflegt haben. Fachlich betreut und organisiert wurde das Ganze von Paul Buß, Sophia Och und Elias-Maxim Blattner, die sich mit viel Engagement und Herzblut für das Projekt eingesetzt haben.

Ein Obstgarten mit Vision

Und wo kommen diese tollen Bäume eigentlich her? Der Obstgarten, aus dem sie stammen, hat eine spannende Geschichte. Antonie Schäble übertrug 2011 das Grundstück zwischen Wemding und Rudelstetten an den Landkreis Donau-Ries. Ihr Ziel war klar: das Land sollte zum Wohl von Natur und Menschen durch naturgemäße Pflegemaßnahmen erhalten werden. Außerdem wollte sie den Obstgarten als lehrreiches Naturobjekt, insbesondere für Jugendliche, ausbauen. Ein kluger Schritt, wie wir heute sehen!

Der Kreistag hat 2019 die Umsetzung des Projektes beschlossen, und die Realisierung fand 2020/2021 mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union, des Landkreises Donau-Ries und der Stadt Wemding statt. Auf dem 1,6 Hektar großen Grundstück gibt es nicht nur eine Streuobstwiese mit alten und neuen Obstsorten, sondern auch eine Niederstammanlage zur Erhaltung regionaler Apfel- und Birnensorten. Und das ist noch nicht alles! Gekennzeichnete Pflanzen mit Sortenschildern, verschiedene Beerenobstarten, ein Naturlehrgarten und ein Informationspavillon – das alles macht den Obstgarten zu einem echten Erlebnis für Groß und Klein.

Ein Erbe für die nächsten Generationen

Die Bäume, die nun in den Gärten und Höfen der Region Wurzeln schlagen, werden in ein paar Jahren erstmals Früchte tragen. Wir dürfen also gespannt sein, welche Geschichten sie erzählen werden, wenn sie saftige Äpfel tragen und Kinder mit einem Lächeln auf dem Gesicht unter ihren Zweigen spielen. Die Aktion hat nicht nur die Lebensqualität verbessert, sondern auch ein Gefühl der Gemeinschaft geschaffen. Und genau das ist es, was man in Zeiten wie diesen braucht – ein Stück Natur, das verbindet und Freude bereitet.