Sanierung der Isarbrücke: Zwischen Hoffnung und Frustration in Landau an der Isar
Heute ist der 10.06.2026, und es gibt Neuigkeiten aus Landau an der Isar, die die Bürger ganz schön in Bewegung halten. Die Sitzung des Bauausschusses hat sich ganz schön mit einem heißen Thema beschäftigt: der Sanierung der Isarbrücke. Ein Bauwerk, das nicht nur eine Brücke ist, sondern auch das Wahrzeichen der Stadt – ein Stück Geschichte, das die Stadtteile miteinander verbindet. Doch die Sanierung zieht sich, und das sorgt für einige Frustration unter den Anwohnern.
Die Kommunikation seitens des Staatlichen Bauamts Landshut wird von den Stadtvertretern als unzureichend kritisiert. Eine Informationsveranstaltung am 21. Mai ließ viele Fragen unbeantwortet, und das, obwohl Stadtrat Georg Schachtner gefragt hat, ob die Stadt nicht auch eine Verantwortung trägt, speziell da ein Stadtvertreter an den wöchentlichen Besprechungen mit den Baufirmen teilnimmt. Bürgermeister Matthias Kohlmayer und Stadtbauamtsleiter Michael Schmidt-Ramsin widersprechen den Vorwürfen von Verzögerungen und betonen immer wieder, dass die Arbeiten in diesem Jahr abgeschlossen werden sollen. Aber wie sichtbar sind diese Fortschritte wirklich?
Kritik und Bedenken
Während der Sitzung äußerte Stadtrat Xaver Nürnberger seine Bedenken zur Infoveranstaltung, die er selbst nicht besuchen konnte. Schmidt-Ramsin beschrieb die Veranstaltung als laut und eng, was die Erwartungen der Bürger nicht erfüllt hat. Fragen zum Taubenschutz wurden ebenfalls aufgeworfen – doch hier bleibt die Antwort aus: Keine Maßnahmen sind vorgesehen. Und was ist mit dem Gehweg auf der Isarbrücke? Der soll verbreitert werden, aber wann das genau geschehen soll, bleibt unklar.
Ein großes Thema sind auch die Baustellenbesprechungen. Schachtner bemängelte, dass Informationen über Verzögerungen nicht kommuniziert wurden. Schmidt-Ramsin verteidigte sich damit, dass der aktuelle Bauzeitenplan erst kurz vor der Veranstaltung vorlag. Das klingt fast so, als ob man im Dunkeln tappt und hofft, dass alles gut geht. Und dann gibt es auch noch die zusätzlichen Schäden an den Stahlelementen, die während der Bauarbeiten entdeckt wurden – ein Erbe einer Bauweise, die vor über 30 Jahren gewählt wurde und nun Korrosion an unzugänglichen Stellen begünstigt hat. Da fragt man sich als Bürger: Wie viel Zeit wird das alles noch kosten?
Herausforderungen und Fortschritte
Der vergangene Winter hat ebenfalls seinen Teil beigetragen, denn die niedrigen Temperaturen haben die Arbeiten, speziell den Korrosionsschutz, beeinträchtigt. Trotz der ambitionierten Ziele im Bauzeitenplan mit der Baufirma Strabag gibt es immer wieder Rückschläge. Doch das Staatliche Bauamt hat versucht, die Kapazitätsengpässe der Baufirma frühzeitig zu lösen. Das mag positiv klingen, aber der Eindruck, dass zu wenig Personal auf der Baustelle arbeitet, ist leider irreführend; viele Arbeiten sind nicht einsehbar. Aber es gibt auch Lichtblicke! Der östliche Gehweg wurde pünktlich zum Christkindlmarkt wieder geöffnet – ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Und auch der Fußgängerverkehr wurde bis nach dem Volksfest über die Brücke geleitet.
Die Hoffnung auf eine baldige Fertigstellung der Isarbrücke bleibt, auch wenn man nun Ende 2026 anpeilt. Die nächste Stadtratssitzung am 22. Juni wird sicherlich weitere Klarheit bringen, wenn Bereichsleiter Johann Eicher Fragen zu den Verzögerungen beantworten wird. Die Einladung zu einem Baustelleneinblick am 21. Mai von 17 bis 19 Uhr auf der nördlichen Brückenseite steht ebenfalls noch im Raum. Vielleicht gibt es ja dort die Antworten, die die Bürger so sehnlichst erwarten.
Die Isarbrücke bleibt ein Thema, das die Gemüter bewegt. Man kann nur hoffen, dass die anstehenden Arbeiten bald abgeschlossen werden, sodass das Wahrzeichen der Stadt wieder in vollem Glanz erstrahlen kann. Bis dahin heißt es Geduld haben und die Entwicklungen aufmerksam verfolgen.
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