Raser in Landau: 87 km/h statt erlaubter 50 km/h gefasst!
Wenn in Landau und Eichendorf die Radargeräte ausgepackt werden, kann man sicher sein, dass es sprichwörtlich „zünftig“ zur Sache geht. Am Mittwoch wurden zwischen 15 Uhr und 19:45 Uhr auf der Bundesstraße 20 in Landau die Geschwindigkeiten von 3263 Fahrzeugen überprüft. Dabei wurden insgesamt zwölf Kraftfahrer beanstandet, allerdings blieben diese vom TÜV, sprich, es gab kein Fahrverbot für die beanstandeten Fahrer. Doch der Blick auf die nächste Kontrollstelle zeigt, dass die Verkehrsteilnehmer in der Region ihre Geschwindigkeit nicht immer im Griff haben.
Am Donnerstag fand die nächste Geschwindigkeitsmessung auf der Landauer Straße in Eichendorf statt. Hier passierten immerhin 612 Fahrzeuge die elektronischen Augen, von denen 37 Fahrzeugführer zu schnell waren. Ein erschreckender Spitzenwert wurde dabei ermittelt: Ein Fahrer raste mit 87 km/h durch eine 50 km/h-Zone und übertrat damit die zulässige Geschwindigkeit um 37 km/h. Solche Temposünder sind genau das, was die Polizei mit ihren Kontrollen eindämmen möchte.
Warum sind Geschwindigkeitskontrollen wichtig?
Geschwindigkeitskontrollen sind nicht nur ein „Bilderbuch“ für Ordnungsliebe, sondern ein ernstzunehmendes Instrument zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Diese Kontrollen basieren auf klaren rechtlichen Grundlagen, die im Straßenverkehrsgesetz (StVG) und der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) festgehalten sind. Beide Regelwerke konkretisieren, welche Geschwindigkeiten zulässig sind und wie Verkehrssünder zu ahnden sind. Die Polizei wird nicht müde, zu betonen, dass das Ziel der Kontrollen eine abschreckende Wirkung auf die Verkehrsteilnehmer hat.
Für die Geschwindigkeitsmessungen kommen verschiedene Messtechniken zum Einsatz. Dazu zählen Radargeräte, die elektromagnetische Wellen senden, sowie Lasergeräte, die Lichtwellen nutzen, um die Geschwindigkeit von Fahrzeugen präzise zu erfassen. Weitere Methoden sind Lichtschranken und sogar Videonachfahrsysteme, bei denen ein Polizeifahrer ein anderes Fahrzeug verfolgt, um dessen Geschwindigkeit zu dokumentieren. DieRichtigkeit dieser Messungen hängt jedoch von der ordnungsgemäßen Eichung und Wartung der Geräte ab. Verkehrsteilnehmer haben das Recht, Messprotokolle einzusehen und die Messungen überprüfen zu lassen, um sicherzustellen, dass alles seine Richtigkeit hat.
Tipps für Verkehrsteilnehmer
Die Erfahrungen aus den Kontrollen zeigen ebenso, dass Geschwindigkeitsüberschreitungen häufige Ordnungswidrigkeiten sind, die oft zu gefährlichen Verkehrsunfällen führen. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich an die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten. Wer die Limits ignoriert, muss mit Konsequenzen rechnen – sei es ein Bußgeld oder im Extremfall der Verlust der Fahrerlaubnis. Als Faustregel wird empfohlen: Wer unter 100 km/h zu schnell fährt, muss mit einer Abzugstoleranz von 3 km/h rechnen; über 100 km/h sind es 3 Prozent. Doch wie immer gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht!
Die nächsten Geschwindigkeitskontrollen in der Region werden sicherlich nicht lange auf sich warten lassen, da die Polizei immer am Puls des Geschehens bleibt und die Verkehrssicherheitslage im Auge behält. Autofahrer, nehmt euch in Acht, die nächsten Blitzer lauern vielleicht bereits um die Ecke!
Für mehr Informationen zu den Geschwindigkeitskontrollen und deren rechtlichen Grundlagen schauen Sie auf die folgenden Seiten: PNP, Rechtecheck, Bußgeldkatalog.
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