Am Montagmorgen, zwischen dem ersten Licht des Tages und dem hektischen Beginn der Arbeitswoche, hat die Polizei in Höchstädt wieder einmal ein Auge auf die Verkehrsteilnehmer geworfen. Zwischen 5.45 Uhr und 9 Uhr wurden an zwei Brennpunkten – der Dillinger Straße und der Donauwörther Straße – intensive Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Fast 70 Fahrzeuge wurden auf Herz und Nieren geprüft, und was die Ordnungshüter dabei alles entdeckten, war mehr als nur ein bisschen besorgniserregend.

Die Liste der Verstöße ist lang und zeigt, dass nicht jeder Autofahrer auf der Höhe der Zeit ist. Handy am Steuer, Drogen- und Alkoholmissbrauch – das volle Programm. Ein 37-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Dillingen fiel um 7 Uhr durch drogentypisches Verhalten auf. Ein Drogenvortest machte schnell klar: Cannabis war der Übeltäter. Die Weiterfahrt wurde unterbunden, und eine Blutentnahme folgte. Nur eine halbe Stunde später wurde ein 30-jähriger Mann in der Dillinger Straße ebenfalls mit ähnlichem Verhalten gestoppt. Hier wiederholte sich das Spiel – kein Weiterkommen, Blutentnahme inklusive.

Alkohol und andere Verstöße

Und als ob das nicht schon genug wäre, erwischte die Polizei um 8 Uhr einen 47-jährigen Autofahrer in der Donauwörther Straße mit 0,8 Promille im Blut. Ein weiteres Beispiel dafür, dass Alkohol und Autofahren einfach nicht zusammenpassen. Auch bei ihm endete die Fahrt abrupt. Aber die Verstöße hörten hier nicht auf. Gurt- und Handyverstöße, Probleme bei der Ladungssicherung – die Liste der Übeltäter war lang. Ein E-Scooter-Fahrer, der ohne aktuelles Versicherungskennzeichen unterwegs war, musste sich zudem wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz verantworten. In Zeiten, in denen Sicherheit großgeschrieben wird, ist das einfach nicht hinnehmbar.

Währenddessen fand parallel eine Geschwindigkeitsmessung auf der B16 bei Dillingen statt. Von 6 Uhr bis 11.35 Uhr passierten rund 1000 Fahrzeuge die Messstelle, aber etwa 40 davon wurden beanstandet. Ein 27-jähriger Autofahrer war besonders flott unterwegs und wurde mit 141 km/h bei erlaubten 100 km/h geblitzt. Ihm droht jetzt ein Bußgeld von 200 Euro und ein Punkt im Fahreignungsregister. Man fragt sich, wo die Eile hinführt. Ein bisschen mehr Gelassenheit könnte hier nicht schaden.

Die Polizei bleibt wachsam

Die Polizei ermittelt nun gegen die betroffenen Personen, und man kann nur hoffen, dass diese Kontrollen Wirkung zeigen. In Zeiten, in denen Verkehrssicherheit immer mehr in den Fokus rückt, ist es wichtig, dass die Ordnungshüter wachsam bleiben. Schließlich geht es nicht nur um Bußgelder, sondern auch um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Wenn das nicht ein Grund ist, um ein bisschen nachzudenken, was man beim Fahren so alles macht, dann weiß ich auch nicht. Vielleicht sollten wir alle mal einen Gang zurückschalten und überlegen, ob das Handy wirklich während der Fahrt in die Hand gehört oder ob der Drink am Abend nicht doch besser zu Hause bleibt.

In einem kleinen Ort wie Höchstädt, wo man oft noch mit einem Lächeln gegrüßt wird, ist es umso trauriger zu sehen, dass einige Verkehrsteilnehmer den Ernst der Lage nicht erkennen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Kontrollen in Zukunft zu einem Umdenken führen. Die Polizei jedenfalls bleibt dran und wird auch weiterhin die Straßen im Blick haben. Das sollten wir uns alle zu Herzen nehmen.