Heute ist der 19.04.2026 und in Dillingen an der Donau heißt es wieder: Shoppen für einen guten Zweck! Der verkaufsoffene Sonntag findet im Rahmen des beliebten Georgi-Marktes statt und zieht zahlreiche Besucher in die Stadt. Auf der Königstraße präsentieren über 40 Aussteller ihre Waren, von Lederwaren über Gewürze bis hin zu Haushaltsartikeln. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei, und das ganz ohne Hektik.

Das Wetter zeigt sich an diesem Sonntag allerdings von seiner launischen Seite: Leicht regnerisch mit Höchsttemperaturen bis zu 15°C ist es eher ein Tag für gemütliche Shoppingtouren und weniger für einen Ausflug ins Freie. Doch das sollte die gute Laune der Besucher nicht trüben! Schließlich gibt es beim Einkaufen auch einen Grund zu feiern: Die Möglichkeit, in Dillingen nach Herzenslust zu stöbern, wird durch die speziellen Regelungen des bayerischen Ladenschlussgesetzes ermöglicht.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen

Gemäß dem Bayerischen Ladenschlussgesetz (BayLadSchlG), das seit dem 1. August 2025 in Kraft ist, dürfen Geschäfte an Sonn- und Feiertagen nur vier Mal im Jahr öffnen. Diese Ausnahmen sind an besondere Anlässe gebunden, wie Märkte oder Messen – wie eben den Georgi-Markt in Dillingen. Dabei dürfen die Geschäfte höchstens 5 Stunden zwischen 10:00 und 18:00 Uhr geöffnet sein. Ein weiterer Grund zur Freude für die Dillinger ist, dass es derzeit keine weiteren Sonntagsöffnungen in Bayern festgelegt sind.

Historisch betrachtet haben die Geschäfte in Deutschland bis Ende des 19. Jahrhunderts durchgehend geöffnet. Erst 1891 wurde eine Regelung für fünf Stunden Öffnung an Sonntagen eingeführt, und 1919 folgte die allgemeine Sonntagsruhe in Geschäften. Besonders in touristischen Gebieten gelten jedoch spezielle Regelungen: Dort dürfen Verkaufsstellen an bis zu 40 Sonn- und Feiertagen im Jahr öffnen, vorausgesetzt, sie sind als Kur- oder Erholungsort anerkannt.

Besondere Ausnahmen und Regelungen

In Bayern gibt es einige interessante Ausnahmen, die das Einkaufserlebnis an Sonntagen bereichern können. So sind beispielsweise Tankstellen, Apotheken und Geschäfte in Bahnhöfen von diesen Regelungen ausgenommen. Auch die kleinen, personalos betriebenen Kleinstsupermärkte dürfen rund um die Uhr öffnen, auch an Sonn- und Feiertagen, was besonders für Nachtschwärmer von Vorteil ist.

Die bayerischen Regelungen unterscheiden sich auch stark von anderen europäischen Ländern. In Frankreich sind beispielsweise bis zu 5 verkaufsoffene Sonntage möglich, während in Österreich nur Tankstellen sonntags öffnen dürfen. In Italien gibt es sogar bis zu 8 verkaufsoffene Sonntage, mit speziellen Regelungen für größere Städte wie Mailand und Rom.

So, liebe Dillinger und Gäste: Nutzt die Gelegenheit, stöbert durch die Stände und genießt den Georgi-Markt in vollen Zügen! Wer weiß, wann die nächste Möglichkeit zum entspannten Sonntags-Shopping kommt. Also viel Spaß beim Einkaufen und Entdecken!