Heute ist der 15. Mai 2026, und in Dillingen an der Donau ist es nicht nur ein gewöhnlicher Freitag. An diesem Tag gibt es auf dem Georg-Schmid-Ring (PLZ 89407) eine mobile Radarfalle, die seit 13:45 Uhr auf die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge achtet. Die Geschwindigkeitsgrenze hier beträgt 50 km/h. Es ist also höchste Zeit, das Gaspedal etwas weniger durchzudrücken und die Verkehrsregeln ernst zu nehmen. Schließlich ist die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit nicht nur eine Frage des guten Benehmens, sondern auch eine wichtige Maßnahme zur Unfallverhütung.

Das Thema Geschwindigkeitsüberschreitungen ist kein Scherz. Sie zählen zu den häufigsten Verkehrsverstößen und sind laut aktuellen Statistiken die führende Unfallursache. Viele Verkehrsteilnehmer sind sich dessen gar nicht bewusst oder nehmen es nicht ernst genug. Vielleicht ist es an der Zeit, sich eine kleine Erinnerung ins Auto zu kleben: „Langsam fahren, sicher ankommen!“ Denn die Straßen sind kein Ort für Übermut.

Der aktuelle Stand der Verkehrssicherheit

Der Unfallverhütungsbericht des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) zeigt, dass die Verkehrssicherheit in Deutschland durchaus Fortschritte gemacht hat. Im Jahr 2024 wurden 2.770 Personen im Straßenverkehr getötet. Das sind 60 % weniger als im Jahr 2001 – ein Grund zur Freude! Aber die Zahlen sind nicht alles. Seit 2011 ist eine Abschwächung des positiven Trends zu beobachten. Die COVID-19-Pandemie hat die Unfallzahlen in den Jahren 2020 und 2021 beeinflusst, jedoch scheinen sie sich nun wieder zu stabilisieren. Im Vergleich zu 2019 ist die Zahl der Getöteten um 9 % niedriger. Man muss sich also fragen: Was können wir tun, um diesen Trend umzukehren und die Sicherheit auf unseren Straßen weiter zu verbessern?

Ein wichtiger Hinweis für alle, die gerne in der Natur unterwegs sind: Rund 57 % der Verkehrstoten verzeichneten Landstraßen, obwohl dort nur ein Viertel der Unfälle mit Personenschaden stattfand. Das zeigt, dass es gerade dort besonders gefährlich sein kann. Besonders auffällig ist, dass 54 % der auf Landstraßen getöteten Personen Pkw-Nutzende waren. Und auch Motorradfahrer sind mit 24 % stark vertreten. Das sollte uns zu denken geben und wir sollten beim Fahren auf Landstraßen besonders vorsichtig sein.

Verkehrssicherheit als Gemeinschaftsaufgabe

Das BMV verfolgt mit seinem Verkehrssicherheitsprogramm 2021 bis 2030 das Ziel der „Vision Zero“ – also keine Toten im Straßenverkehr. Ein ehrgeiziges Ziel, das Unterstützung und Engagement von uns allen erfordert. Jährlich stehen dem Ministerium 15,4 Millionen Euro für Aufklärungsmaßnahmen zur Verfügung. Das Mobilitätsforum Bund hat bereits eine Seminarreihe zur kommunalen Verkehrssicherheitsarbeit ins Leben gerufen, um den Austausch und die Zusammenarbeit zu fördern. Hier können Ideen und Konzepte entwickelt werden, die helfen, die Straßen sicherer zu machen.

Die nächste Nationale Verkehrssicherheitskonferenz ist für 2026 geplant. Das bedeutet, dass die Diskussion über Verkehrssicherheit und die entsprechenden Maßnahmen weiterhin auf der Agenda steht. Es ist wichtig, dass wir uns alle an dieser Debatte beteiligen und einen Beitrag leisten, sei es durch verantwortungsvolles Fahren oder durch die Unterstützung von Initiativen, die sich für mehr Sicherheit auf unseren Straßen starkmachen. Denn letztlich sind wir alle Teil dieser Verkehrsgemeinschaft – und jeder einzelne von uns kann einen Unterschied machen.