Brunnenwasser unter der Lupe: Dillinger Bürger prüfen ihre Wasserqualität
In Dillingen an der Donau tut sich was – und das nicht nur auf dem Festplatz „Donaupark“. Die Brunnenwasseranalysen am gelben Labormobil haben die Neugier der Bürger geweckt. Wer schon mal darüber nachgedacht hat, das eigene Brunnenwasser auf Qualität zu prüfen, hat jetzt die Gelegenheit dazu. Am Dienstag, den 14. Juli, zwischen 15 und 17 Uhr, können interessierte Brunnenbesitzer ihre Proben am Infostand des Vereins VSR-Gewässerschutz einreichen. Matthias Ahlbrecht und Frank Sombrowski stehen bereit, um die Proben entgegenzunehmen und, ganz wichtig, beraten zu können.
Das Ziel des VSR-Gewässerschutz ist klar: Die Nutzung von Brunnenwasser soll gefördert werden, um Leitungswasser zu sparen. Schließlich kann es durchaus einen Unterschied machen, ob man sein Gemüse mit frischem Brunnenwasser gießt oder auf das Leitungswasser zurückgreift. Aber, und das ist der Haken, Brunnenwasser kann auch mit Nitraten, Eisen, Bakterien und anderen Stoffen belastet sein. Ein bisschen Vorsicht ist also geboten. Die Analyse kostet eine Beteiligung von 12 Euro und umfasst die wichtigsten Parameter wie Nitrat-, Säure- und Salzgehalt. Und wer noch mehr wissen will, kann gegen Aufpreis zusätzliche Parameter untersuchen lassen. Ein gutes Angebot, wenn man bedenkt, dass man nicht nur die Wasserqualität verbessern, sondern auch Gesundheitsgefahren ausschließen kann.
Alles rund um die Wasserproben
Die Probenahme selbst ist ganz einfach. Am besten benutzt man eine 0,5-Liter-Mineralwasserflasche aus Kunststoff. Einfach die Flasche mit dem Brunnenwasser spülen und bis zum Rand füllen – ohne die Innenseite zu berühren, versteht sich. Die Ergebnisse der Analyse werden den Brunnenbesitzern direkt am Infostand übergeben. Und für die Technikfreunde gibt es die Ergebnisse sogar auf einem Bildschirm zu sehen. Ganz modern, oder?
Und falls jemand nicht am 14. Juli vorbeischauen kann: Wasserproben können zwischen März und November auch per Post gesendet werden. Aber Achtung! Die Proben müssen bis Ende November 2026 eingereicht werden, sonst wird’s mit der Datenlöschung ernst. Eine Bestätigungsmail gibt’s nach dem Eingang der Probe, damit man sicher sein kann, dass alles gut angekommen ist. Wer Fragen hat, kann jeden Donnerstag zwischen 10 und 14 Uhr anrufen und sich telefonisch beraten lassen – eine praktische Sache für alle, die unsicher sind.
Ein Blick auf die Preise
Die Preisliste für die verschiedenen Wasseranalysen ist ebenfalls übersichtlich. Für eine kleine Gartenwasseranalyse zahlt man 19 Euro, während Mitglieder nur 15 Euro berappen müssen. Die Preise steigen mit der Komplexität der Analyse: Eine große Kombi-Wasseranalyse kostet 114 Euro (104 Euro für Mitglieder). Und wenn jemand weiß, dass in seiner Region PFAS-Belastungen bekannt sind, gibt es sogar spezielle Untersuchungspakete. Das klingt doch nach einem guten Plan, um auf Nummer sicher zu gehen, oder?
Die Anzeichen für eine Belastung sind leider nicht zu übersehen. Die Nitratbelastung ist in der Region nicht wie erhofft gesunken, und besonders nach Starkregenfällen nehmen die Bakterienbelastungen im Brunnenwasser zu. Es ist also wichtig, auf die eigene Wasserqualität zu achten und rechtzeitig zu handeln. Das Brunnenwasser hat schließlich viel Potenzial, besonders für Gartenbesitzer, die auf Nachhaltigkeit setzen.
Wenn man darüber nachdenkt, gibt es wohl kaum einen besseren Zeitpunkt, um sein Brunnenwasser analysieren zu lassen. Die Initiative des VSR-Gewässerschutz sorgt nicht nur für mehr Bewusstsein, sondern auch für einen verantwortungsvollen Umgang mit den wertvollen Wasserressourcen. Und wer weiß? Vielleicht entdeckt man dabei einen neuen Lieblingsplatz im Garten, an dem das frisch gegossene Gemüse noch besser gedeiht.
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