Am Wochenende war in Bissingen ganz schön was los! Der Schützenverein Kesseltal feierte kräftig sein 130. Jubiläum – und das nach einer langen Durststrecke, denn die Feier zum 125. Geburtstag fiel ins Wasser, bedingt durch die Pandemie. Umso mehr freuten sich die Mitglieder und die gesamte Gemeinde, dass nun 40 Vereine der Einladung gefolgt sind und gemeinsam ein Fest auf die Beine gestellt haben, das sich sehen lassen konnte.

Die Feierlichkeiten nahmen am Samstagnachmittag ihren Anfang, als die Speckbacher Schützenkompanie aus Hall in Tirol mit Hauptmann Christian Visinteiner in Bissingen eintraf. Ein feierlicher Empfang, bei dem die Schützen gemeinsam mit Bürgermeister Stephan Herreiner vom Rathaus zum Festplatz beim Gasthof Krone marschierten. Der Bieranstich – ein unverzichtbares Highlight – läutete dann eine richtige Schützenparty ein. Von hier an ging es mit einem großartigen Sternmarsch weiter, der die Musikkapellen aus Dillingen und Donau-Ries versammelte und die Straßen mit frohen Klängen erfüllte.

Tradition und Gemeinschaft

Die Teilnehmer reihten sich in einem langen Zug auf, der sich zwischen der Stegmühle, dem Ziegelstadel und dem Friedhof erstreckte – eine beeindruckende Kulisse! Das choreografierte Böllerschießen, das von den Speckbacher Schützen eröffnet und auch wieder abgeschlossen wurde, war ein wahrhaft lautes und eindrucksvolles Spektakel. Landrat Markus Müller ließ es sich nicht nehmen, die Schützen zu loben und verwies auf die sportlichen Erfolge des Vereins. Er sprach mit Nachdruck, dass die Zukunft in der Jugend liege – eine wichtige Botschaft, die die älteren Generationen sicher gerne hören.

Der Festgottesdienst, zelebriert von dem ehemaligen Ortspfarrer Gerhard Krammer und begleitet von der Musikkapelle Binswangen, war ein weiterer Höhepunkt. Zwei Fahnenbänder wurden feierlich gesegnet und an die Vereinsfahnen der Speckbacher und Kesseltal-Schützen befestigt. Staatsminister für Digitales, Fabian Mehring, stellte die Schützenkompanie offiziell in Dienst und betonte die Verantwortung, die mit Tradition und Brauchtum einhergeht. Die Teilnehmer waren sichtlich bewegt von der Bedeutung dieser Momente.

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Ein Fest für Jung und Alt

Nach all diesen Feierlichkeiten kam der Abend und damit ein ganz besonderes Highlight: die Kabarettisten von „Hillus Herzdropfa“. Ihre Auftritte sorgten für zahlreiche Lacher und sorgten dafür, dass der Tag in einem fröhlichen und unterhaltsamen Rahmen ausklang. Die Stimmung war einfach grandios – ein Fest für die ganze Familie, das Zusammenhalt und Gemeinschaft in den Vordergrund stellte.

Es ist beeindruckend, wie das Fest nicht nur die Schützentradition feiert, die bis ins Jahr 1670 zurückreicht, sondern auch die Verbundenheit in der Gemeinde stärkt. Die Bissinger Schützen haben einmal mehr bewiesen, dass sie nicht nur Schützen sind, sondern auch eine tragende Säule des kulturellen Lebens in Bissingen. Und so wird dieses Jubiläum sicher noch lange in Erinnerung bleiben – für die Teilnehmer, die Unterstützer und ganz besonders für die vielen, die die Tradition mit Herz und Leidenschaft weitertragen.

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