Neustart auf Schienen: Die Deutsche Bahn setzt auf Zuverlässigkeit und frischen Wind
Heute ist der 25.06.2026 und in Deggendorf gibt es Neuigkeiten von der Deutschen Bahn, die für Aufregung sorgen. Bahnchefin Evelyn Palla hat beim jüngsten Aufsichtsratsmeeting eine neue Konzernstrategie vorgestellt, die einen klaren Bruch mit den früheren Zielen darstellt. Statt einer Verdopplung der Reisendenzahlen liegt der Fokus nun ganz auf Zuverlässigkeit und dem Reiseerlebnis der Kunden. Das klingt erst einmal gut, aber die Realität sieht etwas anders aus.
Die Bahn steckt in einer tiefen Krise, die durch marode Infrastruktur und unbefriedigende Pünktlichkeitswerte gekennzeichnet ist. Pallas Ansatz? Ein tiefgreifender Umbau des Konzerns. Dabei sollen regionale Manager künftig mehr Verantwortung übernehmen und für die Verkehrsqualität sowie die Einhaltung wichtiger Kennzahlen zuständig sein. Das hat was, oder? Wenn man sich vorstellt, dass die Entscheidungsträger nun näher am Geschehen sind, könnte das tatsächlich einen frischen Wind bringen.
Ein dreiphasiger Plan für die Zukunft
Der Umbau erfolgt in drei Phasen, die wie folgt geplant sind: Zuerst wird in diesem Jahr die Grundlage für die Neuausrichtung gelegt. Dann, zwischen 2027 und 2030, steht die Sanierung des Schienennetzes auf dem Plan. Und schließlich sollen bis 2035 Qualitäts- und Pünktlichkeitsverbesserungen erfolgen, die einen „Sanierungsmarathon“ abschließen. Man fragt sich schon, ob das alles rechtzeitig klappen kann.
Ein ambitioniertes Ziel hat die DB sich auch gesetzt: Bis 2030 möchte man ein operatives Ergebnis von 1,7 Milliarden Euro erreichen. Das klingt nach einem großen Schritt, vor allem wenn man bedenkt, dass rund 28.000 Baustellen für dieses Jahr eingeplant sind, um das marode Schienennetz endlich in den Griff zu bekommen. Es wird also ordentlich geschaufelt, das kann man sagen.
Neuer Wind in der Führungsetage
Zum neuen Finanzvorstand wurde Michael Obrowski bestellt, der zuvor bei Volkswagen Nutzfahrzeuge tätig war. Er übernimmt die Position, die nach dem Abgang von Karin Dohm im März frei wurde. Ein neuer Kopf bringt oft frische Ideen, und vielleicht kann Obrowski auch in der aktuellen Situation neue Impulse setzen.
Die Pünktlichkeitsziele wurden derweil gesenkt. Eine Fernverkehrspünktlichkeit von 80 Prozent wird erst in den 2030er Jahren angestrebt. Das mag für viele Reisende ernüchternd sein, aber vielleicht ist es besser, realistisch zu bleiben, als sich auf unerreichbare Ziele zu versteifen.
Die geplante radikale Verschlankung der Zentrale und der Führungsebenen sieht den Abbau von etwa 30 % der 3.500 Stellen in der Konzernleitung vor. Das bringt nicht nur Veränderungen in der Struktur, sondern könnte auch einige Gesichter in der Branche austauschen. Ob das die erhofften Fortschritte bringt? Wir werden sehen.
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