Erste Sitzung der ILE Donau-Isar in Moos: Zusammenarbeit für regionale Entwicklung stärken
In der Gemeinde Moos im Landkreis Deggendorf hat unter der Leitung von Bürgermeister Alexander Zacher die erste Sitzung der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Donau-Isar stattgefunden. Die Gemeinde übernimmt für zwei Jahre den Vorsitz dieser bedeutenden Initiative, die sich der regionalen Entwicklung widmet. Bürgermeister Zacher lobte die Erfolge seiner Vorgänger, Jutta Staudinger und Martin Betzinger, und betonte die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden um Deggendorf und Plattling zu vertiefen. Im Rahmen dieser Bemühungen sollen konkrete Projekte initiiert werden, die der Region zugutekommen.
Ein zentrales Vorhaben ist die Anschaffung einer mobilen Bühne über das EU-Förderprogramm LEADER, die dazu dienen soll, Kultur- und Vereinsveranstaltungen zu verbessern. Die Genehmigung des Antragsverfahrens durch die Stadt Deggendorf wird für das erste Halbjahr 2024 erwartet. Zudem wurden im Jahr 2025 bereits 70.500 Euro Zuschüsse an 20 Projekte aus dem Regionalbudget der ILE ausgezahlt. Für das Jahr 2026 plant die Stadt Plattling, Projektverträge für 21 Projekte, insbesondere im Bereich der Vereinsförderung, abzuschließen.
Förderung und Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium
Die finanziellen Mittel für diese Projekte stammen größtenteils vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern, welches 90% der Förderung bereitstellt, während die Kommunen der ILE die restlichen 10% tragen. Ein wichtiger Diskussionspunkt der Sitzung war die Fortschreibung des strategischen Entwicklungskonzeptes (ILEK), das einen Aktionsplan für zahlreiche Bereiche wie Innenentwicklung, Wirtschaft, Verkehr, Umwelt und soziale Belange umfasst. Dieses Konzept ist entscheidend für die Einwerbung von Fördermitteln für die Region.
Die ILE Donau-Isar plant zudem, beim Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern ein Regionalbudget von 75.000 Euro zu beantragen, wovon ein Eigenanteil von 7.500 Euro zu leisten ist. Diese Förderung richtet sich an interkommunale Kooperationen und soll dazu dienen, die Region als attraktiven Lebens-, Arbeits- und Erholungsraum weiterzuentwickeln. Anträge für Kleinprojekte können von verschiedenen Akteuren wie Kommunen, Vereinen und Unternehmen eingereicht werden. Für Projekte mit förderfähigen Gesamtkosten von maximal 20.000 Euro brutto können bis zu 80% der Kosten übernommen werden, jedoch maximal 10.000 Euro.[Quelle]
Gemeinsam stark in der ländlichen Entwicklung
Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützt interkommunale Allianzen wie die ILE Donau-Isar, in der 118 Kommunen unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stärker“ zusammenarbeiten. Ziel ist es, Herausforderungen zu bewältigen und Potenziale zu erschließen, um attraktive Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. Mit einem Integrierten Lokalen Entwicklungskonzept (ILEK) können Regionen zusätzliche Förderboni erhalten, die eine 10%ige Erhöhung der Grundförderung umfassen und Unterstützung bei der Einrichtung eines Regionalmanagements bieten.
Die ILE Donau-Isar zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen ist, um die regionale Entwicklung voranzutreiben. Durch die Einbindung von Fachleuten und regionalen Akteuren in die Planung und Umsetzung der Projekte wird sichergestellt, dass die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt stehen. Die Ergebnisse aus zwei Fachworkshops zu den Themen Vereinswesen, Ehrenamt, Soziales, Senioren und Pflege fließen in den Entwicklungsplan ein, der im April verabschiedet werden soll. Damit wird ein weiterer Schritt in Richtung einer lebenswerten und zukunftsfähigen Region gegangen.[Quelle]
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